Herbst: Zeit, im Garten für Ordnung zu sorgen!. Da sich das Jahresende nähert, gilt es jetzt, den Garten langsam winterfest zu machen und die Topfpflanzen ins Haus zu tragen.

Von NÖN Sonderjournal-Redaktion. Erstellt am 15. Oktober 2020 (04:17)
Herbst: Zeit, im Gartenfür Ordnung zu sorgen!
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Bevor der Winter kommt, gibt es im Garten viel zu tun. Im Oktober ist die Zeit zu ernten und im eigenen Grün für Ordnung zu sorgen. Körbe voll Obst und letzte Strauchrosen erinnern an das bunte Gartenjahr.

Die Gehölze haben ihr Wachstum abgeschlossen und bleiben bis zum Frühjahr in der Ruhephase. Blätter vieler Pflanzen verfärben sich leuchtend gelb oder rot und sorgen für eine eindrucksvolle Herbststimmung.

Das Herbstlaub ist der beste Frostschutz

Im Ziergarten sollte man nun das Laub unter Gehölzen, aber nicht auf dem Rasen liegen lassen. Unter den Sträuchern dient es als Frostschutz im Winter, für den Rasen ist es aber nicht geeignet, weil die Gräser sonst unter dem Laub verfaulen. In stillen Ecken zusammen mit Reisig angehäuft, nützt es gut als Winterquartier für Igel, Marienkäfer & Co.

Im Oktober ist auch die letzte Pflanzungsmöglichkeit für zweijährige Blumen, wie zum Beispiel die Königs- oder die Nachtkerze. Blumenzwiebeln und Stauden kommen ebenfalls jetzt in die Erde, bevor der Boden friert. Alle unempfindlichen Gehölze, Wildgehölze sowie Rosen und Obstbäume können im Oktober gepflanzt werden. Nur frostempfindliche Exemplare wie Hibiscus, Hortensie, Schmet- terlingsstrauch und immergrüne Sträucher sollten erst im Frühjahr gesetzt werden.

Die Herbstpflanzung hat den Vorteil, dass die Sträucher im Frühling schon Wurzeln gebildet haben. Damit haben sie einen gewaltigen Wachstumsvorsprung gegenüber den in Frühjahr gesetzten Pflanzen.

Ab ins Winterquartier mit Topfpflanzen

Kübelpflanzen wie Geranien, Fuchsien, Stauchmargeriten, Wandelröschen, Engelstrompeten, Agaphantus und Bleiwurz müssen nun ins Winterquartier umgesiedelt werden.

Welches Winterquartier eignet sich aber für welche Kübelpflanze zur Überwinterung am besten?

Immergrüne Kübelpflanzen überwintern am besten in Haus. Hier ist das Licht weniger intensiv als unter freiem Himmel, deshalb können die Pflanzen ihren Stoffwechsel geschützt reduzieren. Die Temperatur im Raum sollte aber niedrig gehalten werden (circa fünf bis zehn Grad Celsius).

Laubabwerfende Kübelpflanzen, zum Beispiel Fuchsien oder Engelstrompeten, kann man in dunklen Räumen überwintern lassen (in ungeheizten Kellerräumen oder in Garagen), wenn die Temperaturen so niedrig sind, dass die Pflanzen nicht vorzeitig austreiben.

Die meisten exotischen Kübelpflanzen sind auch immergrüne Arten. Dazu zählen der Lorbeer, die Dattelpalme, der Oleander und verschiedene Zitruspflanzen. Diese Arten sollten auch während der Winterruhe nicht zu dunkel stehen.

Das wenig geheizte helle Gästezimmer eignet sich für kälteempfindliche Arten wie Hibiskus, Schönmalve, Zier-Banane und Himmelsblume sehr gut. Zum Heizkörper sollte man die Pflanzen aber nicht stellen, denn die trocken-warme Luft bekommt ihnen nicht.

Im Obstgarten die letzten Früchte ernten

Jetzt sind auch die Früchte der Wildpflanzen reif: Weißdorn, Hagebutten und Kornelkirschen wollen geerntet werden. Säfte und Marmeladen mit viel Vitamin C aus dem eigenen Garten schmecken besonders gut. Äpfel, Birnen, Quitten und Nüsse werden im Oktober eingelagert.

Ein Tipp: Nach der Ernte die Baumscheiben gut mit Kompost bestreuen!

Das Wintergemüse und das Obst aus dem Garten sollten nun getrennt gelagert werden. Karotten, Kren, Lauch und Baldrian in feuchten Sand einschlagen, Zwiebeln und Knoblauch luftig aufhängen.

Das Laub soll vom Rasen entfernt werden, damit das Gras nicht fault. Unter dem Gehölz dient es als Frostschutz.
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Die Beete mit frostbeständigem Gemüse (Endivien, Zuckerhut, Pflücksalat, Fenchel, Kohlrabi, Chinakohl, Brokkoli, Wirsing, Weiß- & Rotkraut, Schwarzwurzel, Karotten, Rote Rüben, Sellerie und Radieschen) am besten mit Reisig abdecken. Die Tomaten mit einem Stück Stängel abschneiden (sie reifen im Haus nach!).

Wichtige Erdarbeiten im Gemüsebeet

Abgeerntete Beete gut durchharken, von Beikräutern befreien, die Oberflächen mit dem Rechen glattziehen und mulchen, damit keine Schnecken Unterschlupf finden können. Nur sehr schwere Böden müssen ab und zu vor dem Winter grobschollig umgegraben werden.

Empfindliche Kräuter und Blumen, wie zum Beispiel die Zitronenverbene, der Ananassalbei, die Duftpelargonie, Lorbeer und Rosmarin, frostfrei kühl überwintern und das Basilikumkraut in der Küche auf die warmen Fensterbänke stellen.

Sollte im Naturgarten viel organischer Abfall anfallen, ist es ratsam, diesen zu kompostieren oder ein Hochbeet damit aufzubauen. Wurmstichiges Fallobst sollte dagegen aufgesammelt und in der Biotonne entsorgt werden. Nicht befallenes, aber ungenießbares Obst kommt in den Kompost. Manche Obstbäume sind von Fruchtfäule befallen, dabei handelt es sich um eine Pilzkrankheit. Befallene Früchte verfärben sich braun, und Schimmel breitet sich kreisförmig aus. Diese Fruchtmumien müssen unbedingt entfernt werden.

Zum Schutz vor dem Frost sollten Rosen etwa 15 Zentimeter hoch mit Gartenerde oder Kompost angehäufelt werden. Die Rosentriebe nicht vor dem Frühling schneiden! Bei Hochstammrosen wird die Veredelung warm in Jutesack mit Holzwolle oder Stroh eingepackt.

Quelle: Natur im Garten/C. Strobl

Artikel aus dem Journal "Bauen, Wohnen, Energiesparen" .