Der Garten ruft: Ran an den Spaten!. Nach Schnee und Frost ruft er wieder: der Garten. Damit nicht nur Schneeglöckchen und Schlüsselblume blühen, wird der Garten nach dem ersten Frost frühlingsfit gemacht.

Erstellt am 09. März 2019 (05:55)
Bald kann es losgehen mit der Gartenarbeit. Dann wird geschnitten, gelockert, gesät – und natürlich gegossen.
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Wenn die ersten Strahlen der Frühlingssonne unsere Nasen kitzeln, erwachen auch die pflanzlichen und tierischen Gartenbewohner aus dem Wintertrott. Damit ist auch der Zeitpunkt des Mähen, Stutzen, Düngen und Sähen gekommen – wie der folgende kleine Gartenfahrplan für den Frühling zeigt.

Gut gelockert in die warme Zeit

Die Bodenvorbereitung ist das Um und Auf für einen gedeihenden Garten. Sobald die Erde trocken ist, sollte er gelockert und gedüngt werden. Bei milden Temperaturen kann bereits mit den ersten Aussaaten von frostunempfindlichem Gemüse (Petersilie, Karotte, Spinat, frühe Salate) begonnen werden. Auch neue Stauden können an warmen Frühlingstagen gepflanzt werden. Tipp: Knoblauch ins Beet setzen! Er schützt Blumen, wie Tulpen und Lilien, vor Pilzerkrankungen.

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Stutzen und schneiden: Verjüngungskur für Bäume & Sträucher

Am Ende der Frostperiode ist auch die Zeit, Bäume zurückzuschneiden. Je früher und stärker ein Baum zurückgeschnitten wird, umso stärker wird er wachsen und austreiben. Je nach Witterung werden im Frühling (bis auf Kirschen und Marillen) die Obstbäume geschnitten. Zwetschke, Kriecherl und Mirabelle erhalten im Winter lediglich einen Formschnitt und werden erst nach der Ernte ausgelichtet. Die Walnuss ist sehr schnittempfindlich und mag generell keine starken Rückschnitte. Spätestens im März gehören auch die immergrünen Gehölze zurückgeschnitten. Bei den Blühsträuchern hängt der Schnitt vom Blütezeitpunkt ab. Gräser und Stauden werden, mit Vorsicht auf neue Austriebe, Anfang März gestutzt. Für ein blühendes Rosenmeer ist das Ende des Frosts die beste Zeit, sie zurückzuschneiden.

Dem Rasen zusehen

Nichts tun heißt es beim Rasen: Da die Gräser den Wachstumspunkt unter der Erde haben, können sie wieder austreiben. Einfach zuschauen und staunen! Erst nach dem letzten Frost das erste Mal nach der Winterpause Rasen mähen.

Schnecken aufgepasst!

Hobby-Gärtner, die den Besuch von Schnecken abwenden möchten, pflanzen gezielt Pflanzen an, die von ihnen gemieden werden. Dazu zählen zum Beispiel Kerbel, Knoblauch, Ringelblume, Senf und Petersilie.

Full-Service für Kübelpflanzen

Für die Kübelpflanzen wie Oleander und Co. empfiehlt sich bis zu den Eisheiligen ein besonderes Service: Tagsüber zum Frischluft schnuppern hinaus, für frostsichere Nacht wieder hinein.