Zeitlose Überdachung aus Glas

Ein Glasdach über der Terrasse oder dem Balkon eröffnet vielfältige Möglichkeiten. Egal ob ein Aufheizen an kühleren Tagen oder Schutz vor Regen – der Außenbereich kann so noch intensiver genutzt werden.

Erstellt am 22. Juni 2021 | 04:19
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Was das Glasdach kostet, hängt ganz vom Material ab: Echtglas ist teuer, Polycarbonat & Acryl günstiger.  
Foto: Shutterstock.com/Marina Lohrbach

Der Frühling ist da, man sitzt gerne draußen – aber irgendwie ist es doch noch etwas zu kühl. Oder man hat gerade den Griller angeheizt, die Temperatur passt auch, aber es beginnt leicht zu nieseln. Ein Glasdach kann hier Abhilfe schaffen.

Egal, ob es an kühleren Tagen durch die Sonne aufgeheizt wird oder Schutz vor leichten Wetterkapriolen bietet – Terrasse oder Balkon können so noch intensiver genutzt werden.

Von Aluminium und Verbundglas bis Holz

Zur Auswahl stehen sowohl pflegeleichte und witterungsbeständige Aluminiumkonstruktionen mit Dachverglasungen aus Verbund-Sicherheitsglas als auch Holzkonstruktionen, die aber nicht so beständig sind.

Die gängigste Variante ist eine mit dem Haus verbundene Überdachung. Denn im Gegensatz zu freistehenden Konstruktionen müssen hier nur auf einer Längsseite Stützpfeiler angebracht werden. Das spart nicht nur Platz – auch die Kosten für das Material sinken damit.

Etwas teurer, dafür aber mit noch mehr Möglichkeiten verbunden sind zusätzliche Seitenwände am Glasdach, die den Schutz vor Wind und Wetter nochmals erhöhen. Zum Einsatz können hier Schiebetüren aus Glas oder Faltwände kommen. Wer sich eine Überdachung aus Glas zulegt, sollte auf eines auf keinen Fall vergessen: ausreichende Beschattung im Sommer. Ansonsten wird der Außenbereich schnell zur unerwünschten Sauna. Eine passende Markise schützt vor zu viel Sonneneinstrahlung und sorgt für ein angenehmes Klima unter dem Glasdach.

Was das Außendach kostet, hängt ganz vom Material ab. Echtglas ist eher teuer, Polycarbonatglas und Acrylglas günstiger. Welche Glasart ausgewählt wird, hängt von Sicherheit, Lichtdurchlässigkeit und Pflege ab. Besonders Verbund-Sicherheitsglas und Acrylglas sind sehr bruchsicher. Bei teilvorgespanntem Glas besteht im Falle eines Bruches eine höhere Verletzungsgefahr. Auch die Luftdurchlässigkeit ist ein wichtiger Punkt: Polycarbonatglas ist so zwar günstiger als Echtglas, dafür aber um 85 Prozent weniger luftdurchlässig und wird mit der Zeit matt.

Im Vorfeld alles abklären

Achtung – Terrassenüberdachungen gelten als Anbau und sind ab einer Größe von über 30 Kubikmeter Umbauungsraum genehmigungspflichtig. Wichtig ist es auch, im Vorfeld die statischen Gegebenheiten abzuklären, damit es hier hinterher nicht zu Problemen kommt. Auch das Mauerwerk, an dem das Dach befestigt werden soll, muss tragfähig sein.