Erfrischend einfach: die Dusche im Garten. Wer hat als Kind zur Abkühlung gern zum Wasserschlauch gegriffen? Für den wird die Gartendusche Erinnerungen wiederbeleben.

Erstellt am 24. Mai 2018 (03:44)
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Sengende Hitze, die Schweißperlen auf der Stirn, die Luft steht und riecht nach purem Sommer: Wer sehnt sich da nicht nach einer Abwechslung? Erfrischung tut gut nach der anstrengenden Arbeit im Freien oder dem Sonnenbad, das schläfrig macht. Genau das Richtige: eine kühle Dusche direkt im Garten. Das erspart den Weg zum See und ins Freibad; man muss nicht einmal das hauseigene Badezimmer aufsuchen. Die kühles Nass bringende Station ist zudem eine optimale Ergänzung für Sauna und Pool.

Das Prinzip ist einfach: Der Schlauch wird mit einem Duschkopf verbunden und an einer Stange fixiert. Die Formen sind allerdings vielfältig in Form, Ausstattung und Material.

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Die einfache Variante ist meist eine Aluminiumstange, die mit einem Erdspieß am Platz der Wahl aufgestellt wird. Der Vorteil: Die Dusche kann jederzeit an einer anderen Stelle in den Boden versenkt werden. Mobil sind auch die Dreibein-Stangen. Der Wasserschlauch wird an das Ventil zum Regulieren und Absperren angeschlossen.

Das kühle Nass direkt aus der Leitung („Kaltwasserdusche“) versickert in den Boden: Jeder Duschgang bewässert gleich den Garten. Der Nachteil ist, dass man leicht in den aufgeweichten Rasen versinken kann. Abhilfe schafft eine Unterlage, etwa aus Rost oder auch aus Holz oder Metall.

Wer einen schwarzen Schlauch anschließt, kann die Wassertemperatur etwas erhöhen. Die Sonne heizt das Wasser, das sonst ungefähr zehn Grad Celsius beträgt, auf. Kunststoff kommt gern zur Verwendung, wird aber schon nach einigen Wochen spröde.

Die hochwertigen Ausführungen können aus edlem Hartholz bestehen. Die Armaturen sind dabei meist aus Edelstahl. Wer die Wärme auch beim Duschen liebt, sollte „solar“ denken.

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Der Inhalt des inkludierten Wassertanks, der auf einem festen Untergrund stehen sollte, wird mit der Sonne erhitzt und mit der kühlen Flüssigkeit aus dem Gartenschlauch vermischt („Warmwasserdusche“). Die Installation ist einfach, man spart Energie und schont die Umwelt. Der Anschluss an eine Warmwasserleitung ist angesichts der Kosten für Anschaffung und Betrieb die teurere Möglichkeit.

Die Dusche kann zudem aufgehängt oder an einer Wand montiert werden. Festinstallationen lassen eine langfristige Platzgestaltung mit eigener Trittfläche und sauberen Wasserabfluss zu. Beliebt sind beim Duschkopf jene, die einen Regenfall simulieren. Manchmal wird eine zusätzliche Handbrause oder Fußbrause gewählt.

Die Outdoor-Dusche ist im Vergleich zum Pool deutlich günstiger, umweltfreundlicher, benötigt weniger Platz – und hat denselben Erfrischungseffekt.

Egal, welche Variante letztlich im Grünen steht: Gartenduschen sind online und im lokalen Handel erhältlich.

Von der NÖN-Sonderjournal-Redaktion