Der Herbst ist die perfekte Zeit für einen neuen Rasen. Der Herbst lockt mit bunten Blättern und vielen Arbeiten im Garten.

Von NÖN Sonderjournal-Redaktion. Erstellt am 03. Oktober 2019 (13:27)
Davitimi auf Pixabay

Wer einen neuen Rasen braucht oder etwas kahle Flächen ausbessern möchte, der kann das im Frühling oder aber auch im Herbst tun.

Dabei hat der Herbst laut „Natur im Garten“ einen Vorteil: Die sommerlichen Temperaturen gehen wieder zurück und die Niederschläge nehmen in der Regel zu. Diese Bedingungen erleichtern den zarten Rasensämlingen die Keimung und sorgen für zügiges Wachstum.

Darauf müsst ihr achten

Worauf zu achten ist? Zunächst wird vorhandener Bewuchs entfernt. Der Boden wird oberflächlich aufgelockert – wenn es mehr braucht, dann auch tiefgründiger. Dann: „Arbeiten Sie vor der Aussaat circa vier Liter gut reifen Kompost pro Quadratmeter ein und bessern Sie lehmige Böden mit Quarzsand auf“, erklärt Katja Batakovic, fachliche Leiterin von „Natur im Garten“. Auf nichtsandigem Boden eine etwa 10 Zentimeter hohe Schicht – ein Teil Quarzsand (Korngröße ab 0,2 mm) und ein Teil Kompost – in die obersten 20 bis 30 Zentimeter des Bodens einharken.

Dann das Erdreich glattziehen und das Saatgut ausbringen. Aber nicht zu dicht, etwa 20 bis 25 Gramm pro Quadratmeter. Und mit einem Brett oder einer Walze leicht andrücken. Dann die Aussaat behutsam angießen. Und in den ersten drei bis sechs Wochen regelmäßig gießen.

Wenn der Rasen etwa 10 Zentimeter hoch ist, kann zum ersten Mal gemäht werden. Aber nicht zu kurz. Der Herbst ist aber auch die ideale Zeit, um einen neuen Komposthaufen anzulegen. Am besten an einem Ort im Garten, der im Halbschatten liegt und gut zugänglich sowie von der Küche aus rasch zu erreichen ist.

Platz für Würmer und Kleinstorganismen

„Zudem ist es wichtig, den direkten Anschluss zur Erdoberfläche des Mutterbodens zu gewährleisten, damit Würmer und Kleinstorganismen einwandern können, denn diese bewerkstelligen die Arbeit der Zersetzung“, erklärt Katja Batakovic von „Natur im Garten“.

Die unterste, lockere, etwa 20 Zentimeter hohe Lage des Komposthaufens besteht aus Strauchschnitt, Zweigen oder Staudenstängeln & Co. – für Luftversorgung und Wasserabfluss. Darauf kommen 50 Prozent Küchen­ und Gartenabfälle (Gemüse- und Obstreste, verwelkte Blumen, Rasenschnitt …) gut gemischt mit 50 Prozent zerkleinerter Strauchschnitt oder trockenem Laub. Etwa 20 bis 30 Zentimeter hoch. Ab und zu ein Esslöffel Hornspäne oder Kleintiermist dazu und die Lage dünn mit Urgesteinsmehl bestreuen.

Zuletzt kommen zwei Zentimeter halbverrotteter Kompost oder auch Gartenerde darüber – für den Zersetzungsprozess. Bis zu eineinhalb Meter hoch.

Den Abschluss bildet eine luft- und wasserdurchlässige Abdeckung aus Laub, Stroh oder Jute. Und dann? Rohkompost ist nach circa sechs Monaten fertig. Nach sechs bis zwölf Monaten ist der Kompost reif, also vollständig verrottet, und kann als wertvoller Self-made-Dünger ausgebracht werden.