Nützlinge sorgen für gesunde Rosen

Erstellt am 08. Juni 2022 | 12:40
Lesezeit: 3 Min
Rose Symbolbild
Foto: Natur im Garten
Der Tag der Roten Rose am 12. Juni ist dem Sinnbild der Königin der Blumen gewidmet. Zahlreiche Tierarten tragen als Nützlinge, welche Schädlinge in Schach halten, unter anderem auch zur Gesunderhaltung unserer Rosen bei.
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Wer nach den „Natur im Garten“ Kriterien gärtnert – frei von chemisch-synthetischen Pestiziden und Düngemitteln sowie ohne Torf –und auf naturnahe Gestaltung setzt, schafft beste Bedingungen für die fleißigen Helfer. Viele Insektenarten sorgen zudem für die Bestäubung unserer Obst- und Gemüsepflanzen, die durch die Honigbiene alleine nicht bewerkstelligt werden könnte. Die Förderung von Nützlingen und der Artenvielfalt im Garten ist der Schlüssel zu gesunden Pflanzen und reicher Ernte. Wo es summt und brummt, fliegt und flattert, wird es klugen Gärtnerinnen und Gärtnern warm ums Herz.   

„Pflanzen mit ungefüllten oder halbgefüllten Blüten decken Nützlingen den Tisch reichlich. Bei gefüllten Blüten wurden die Staubgefäße durch Zucht zugunsten der optischen Schönheit zu Blütenblättern umgewandelt. Nektar und Pollen sind hier als Nahrung für Insekten häufig nur schwer zugänglich oder fehlen gänzlich“, so Katja Batakovic, fachliche Leiterin der Bewegung „Natur im Garten“.

Nützlinge im Garten fördern

  • Blütenvielfalt: Insekten wie Schwebfliegen, Weichkäfer oder Florfliegen, welche als erwachsene Insekten gerne Blüten besuchen, aber als Larven z.B. auch Läuse vertilgen, kann mit der Anlage von Staudenbeeten, Blumenwiesen oder einem Blumenrasen geholfen werden. Auch Kräuterbeete oder heimische Heckensträucher bieten Blüten für diese Tiere.
  • Wildes Eck: Vor allem in großen Gärten finden sich sicher Stellen, welche nicht unbedingt der Repräsentation, sondern der Natur zuliebe als Rückzugsort für Nützlinge dienen können. Rotkehlchen oder Zaunkönig sind fleißige Insektenjäger und brauchen als Bodenbrüter Orte, an denen die Vegetation höher wachsen kann. Das kann ein Brennnesseldickicht sein, oder ein Heckensaum, der den Übergang von der Wiese zur Hecke schafft. Laub- oder Totholzhaufen bieten Überwinterungsmöglichkeiten für Igel oder Laufkäfer, welche beide auch Schnecken jagen.
  • Trockensteinmauern: Als Alternative zu kahlen Betonmauern oder –sockeln bieten per Hand verlegte Natursteinmauern mit ihren vielen Spalten und Ritzen Verstecke für Insekten oder kleine Reptilien wie Eidechsen oder Blindschleichen.
  • Mulch: Laub oder Grasschnitt unter Hecken- oder Beerensträuchern bietet Rückzugsmöglichkeiten für Glühwürmchenlarven und andere räuberische Insekten. Außerdem halten Mulchschichten den Boden gleichmäßig feucht, was auch den Pflanzen nutzt.
  • Nistkästen: Für höhlenbrütende Vögel wie Kohl- oder Blaumeise können Nistkästen schonend an Bäumen montiert werden. Sie danken es Ihnen mit dem Verzehr von blattfressenden Raupen v.a. während der Brutsaison.