Wie man aus Alt Neu macht und dabei Stil & Charme erhält

Das Alte erhalten, gezielt sanieren und danach modern und komfortabel wohnen – das will jeder, der ein altes Haus oder eine alte Wohnung saniert.

Erstellt am 21. November 2021 | 04:54
Gebäude Fassade Stadt Symbolbild
Foto: shutterstock.com/tektur

Altbestand erhalten, seinen Charme erkennen und mit gezielten Sanierungsmethoden in ein zeitgemäßes, allen Ansprüchen gerecht werdendes, komfortables Heim verwandeln – ein Weg, der viele Vorteile haben kann. Vorausgesetzt, man hat in Sachen Sanierung das richtige Know-how und die entsprechenden Partner.

Um sein Anwesen in ein modernes, energiesparendes Traumhaus zu verwandeln, ist das Augenmerk besonders auf die Energieeffizienz zu richten. Das Land Niederösterreich bietet mit der Initiative Energieberatung NÖ umfassende Informationen rund um alle einschlägigen Fragen.

Bevor man sich entscheidet, ob eine Sanierung die beste Lösung ist oder doch ein Neubau, sollte man sich mit einigen grundlegenden Fragen befassen und dabei Vor- und Nachteile der Varianten genau abwägen. Basis der Entscheidung sind die Analyse von Bausubstanz, Statik, Feuchtigkeit, energetischem und technischem Zustand.

Wenn sich eine Sanierung lohnt

Kommt man zu dem Ergebnis, dass eine Modernisierung lohnend, das Objekt adaptier- und alle eventuellen bautechnischen Probleme lösbar sind, liegen die Vorteile der Sanierung auf der Hand: Lage, Umfeld und Infrastruktur (auch Verkehrsanbindung) sind bekannt, es entstehen keine Abrisskosten, und das Projekt kann auch in einer Zug-um-Zug-Lösung realisiert werden. Die Initiative Niederösterreich GESTALTE(N) versteht sich dabei als kompetenter Ratgeber in allen Fragen der Althaussanierung.

Im Mittelpunkt steht dabei die persönliche Beratung in allen gestalterischen und baurechtlichen Fragen. Der Klimaaktiv- Gebäudestandard und der Energieausweis sind dabei wertvolle Planungsinstrumente für eine thermische Sanierung, sodass mit wenig Energie viel Effekt erreicht wird.

Ein passendes Konzept fürs Dämmen

Ein an das jeweilige Gebäude angepasstes Dämmkonzept spart Energie und Geld. Orientierungspunkt ist dabei der U-Wert, der Wärmeverlust pro Quadratmeter Baufläche.

Dabei gilt es, die optimale Dämmvariante zu finden und Wärmebrücken zu vermeiden. Egal ob es sich um eine Dachdämmung nach innen oder außen handelt, ob um eine Außenwand-, eine Innen-, eine Geschossdecken- oder eine Kellerdeckendämmung, professionelle Beratung und Ausführung sind der Schlüssel zur erfolgreichen Sanierung.

Das Fenster als Lichtblick

Fenster sind die „Augen des Hauses“. Sie sorgen nicht nur für Licht und Luft, sie prägen auch das Aussehen des Anwesens und das Wohlgefühl seiner Bewohner. Bei der Auswahl sind Faktoren wie die richtige Größe, der U-Wert, das Rahmenmaterial, Lüftung und Luftdichtheit sowie der richtige Einbau in Betracht zu ziehen.

Bei den Heizsystemen gibt es laufend Verbesserungen und Fortschritte. Neue Technologien sorgen für geringere Heizkosten und weniger Schadstoffausstoß. Erneuerbare Energien liefern einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Wärmstens empfohlen: die richtige Heizung

Im Falle eines Kesseltausches empfiehlt es sich, zuerst zu dämmen und dann den Tausch vorzunehmen, denn oft ist dann ein kleinerer Kessel ausreichend. Die Auswahl der richtigen Heizung, ob Hackschnitzel oder Pellets, ob Stückholzzentralheizung, Nahwärmeanschluss oder die Nutzung von Solar- beziehungsweise Photovoltaikanlagen die optimale Lösung bieten, ist von individuellen Faktoren des jeweiligen Objektes und den persönlichen Vorlieben seiner Bewohner abhängig.

Die Auswahl der Baustoffe ist ein weiterer wichtiger ökologischer Beitrag, nicht nur zum Umweltschutz als Ganzem, sondern auch zum Raumklima des jeweiligen Objektes.

Wichtiger Beitrag: ökologische Baustoffe

Der Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen sowie von schadstoff- und emissionsarmen Materialien wie Dämmungen, Innenputz oder Wandfarben kommt dabei nachhaltige Bedeutung zu. Gütezeichen geben diesbezüglich Auskunft über zertifizierte Produkte, deren Herstellung und deren Verwendung.

Handlungsbedarf herrscht bei feuchten Mauern. Vor einer Sanierung ist die Ursache der Feuchtigkeit abzuklären. Dies können Sickerwässer, aufsteigende Nässe, Kondenswasser und anderes mehr sein. Da sämtliche diesbezüglichen Maßnahmen fast immer ein Eingriff in die Statik des Gebäudes sind, ist unbedingt ein Bausachverständiger hinzuzuziehen.

In jedem Fall ist ein professionelles Konzept der Garant einer erfolgreichen Sanierung und einer jahrzehntelangen zufriedenen Nutzung des Objektes. Eine gute Planung kostet vielleicht im Vorfeld etwas, aber ganz sicher erspart sie auch viel.

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