Effizient, sicher, schön: So gelingt die Innensanierung. Die Sanierung des Inneren eines Gebäudes kann aus ästhetischen Gründen, aber auch aus baulichen erfolgen.

Von NÖN Sonderjournal-Redaktion. Erstellt am 30. Oktober 2020 (04:44)
Das Renovieren im Inneren seines Zuhauses kann man selbst machen – oder den Profis überlassen.
Shutterstock.com/Zivica Kerkez

Natürlich lassen sich viele Arbeiten im Inneren selbst bewerkstelligen. Einen Handwerker hinzuzuziehen hat aber auch sein Gutes. Gerade bei heiklen Arbeiten wie Heizungs- oder Elektrosanierung sollte der Profi ran.

Heizung

Mit einem Austausch der Heizungsanlage (nicht nur des Kessels, sondern auch der Heizkörper) und einer thermischen Sanierung des Hauses lassen sich bis zu 90 Prozent des Energieverbrauchs einsparen. Das Tolle ist, dass es dafür Förderungsmöglichkeiten gibt.

Elektro

Oft lauert die Gefahr versteckt hinter den Wänden. Kabelbrände und Kurzschlüsse von alten Leitungen sorgen immer wieder für Brände. Nach rund 40 Jahren wird die Kunststoffummantelung der Elektroleitungen brüchig.
Eine exakte Planung ist vor der Neuverlegung der Elektroleitungen wichtig, denn damit wird der Eingriff in die Bausubstanz gering gehalten. Verlegt kann auf oder unter Putz werden. Bei erster Variante ist das Aufschlitzen der Wände erforderlich.

Bevor es ans Sanieren geht, sollte die Planung genau durchdacht werden.
Shutterstock.com/Stock-Asso

Decke

Wer in einem Altbau wohnt, kennt es: Decken mit Rissen, Unebenheiten oder Flecken. Flecken können mit lösungsmittelhältigen Isolierlacken behandelt werden, große Risse werden mit Glasfasergewebe überbrückt und dann überspachtelt.
Bei zu großen Unebenheiten kann eine vollflächige Deckenverkleidung aus Gipskarton helfen. Aus Brandschutzgründen sollten nur Metalldübel verwendet werden.

Böden

Bevor ein neuer Boden verlegt wird, gilt es, die Unterkonstruktion zu überprüfen und eventuell zu sanieren. Alte Fußbodenaufbauten aus Holzbalken müssen entlastet und mit einem modernen Wärmeschutz ausgestattet werden. Vor allem dann, wenn sich die Böden entweder nahe dem Erdreich oder über einem unbeheizten Keller befinden. Wichtig ist auch der Trittschallschutz.
Ein Bausachverständiger sieht, wie stabil der vorhandene Fußbodenunterbau ist. Auch Fäulnis oder Schädlingsbefall können der alten Holzkonstruktion zugesetzt haben, bruchverdächtige Balken werden durch stabilere trittfest ersetzt. Eine Abdichtung gegen Feuchtigkeit ist ebenfalls einzubringen. Danach kann die passende Wärmedämmung erfolgen.
Schwimmestriche verhindern aufgrund des verhinderten Wandanschlusses, dass sich Trittgeräusche und Schwingungen auf die Wände übertragen. Als Wärmequelle unterhalb des eigentlichen Belags können im Zuge einer Bodensanierung auch Fußbodenheizungen eingebracht werden, die für ein angenehmes Klima sorgen.

Fenster

Bei Fenstern kann es passieren, dass sie innen schimmeln. Vorbeugung ist die beste Vermeidung: So gehört das Tauwasser an den Fenstern regelmäßig abgewischt und nach der Ursache gesucht.

Ist es nur ein oberflächlicher Schimmelbefall, dann können die Flecken im Normalfall mit einem herkömmlichen Haushaltsreiniger abgewaschen werden. Nach der Reinigung wird mit einem hochprozentigen Alkohol über die Flächen gewischt und alles gut abgetrocknet.

Sind bei den Fenstern bereits die Dichtungen angegriffen, so müssen diese komplett getauscht werden. Das heißt also dann: Erneuern statt reparieren bzw. sanieren!

Artikel aus dem Journal "Bauen, Wohnen, Energiesparen" .