Die passende Tür für euer Zuhause finden. Die Bauordnung schreibt in Österreich genau vor, wie eine Türe auszusehen hat.

Von NÖN Sonderjournal-Redaktion. Erstellt am 17. Oktober 2020 (04:25)
Auch die Türen, die ganz individuell maßangefertigt werden, können in den Schauräumen der Tischlerei Schrenk in Waidhofen/Thaya besichtigt werden.
schewig fotodesign horn

Egal ob maßgefertigt oder aus dem Bauhaus – wer eine Innentür einbaut, muss dabei einiges beachten. Auch die Entscheidung, ob der Türrahmen sichtbar oder nicht sichtbar sein soll und wie die Türe überhaupt auszusehen hat, sollte schon bei der Planung getroffen werden.

Am wichtigsten ist das Wissen, dass die Bauordnung (OIB 4) in Österreich genau vorschreibt, wie breit die Türe bei 90 Grad geöffnetem Türblatt mindestens sein muss: 80 Zentimeter. Dieses Maß entspricht klassischerweise der Stocklichtbreite – also der Breite von Stock zu Stock. Bei stumpf einschlagenden Türen, also bei Türen, bei denen der Türrahmen flächenbündig in der Wand eingebaut ist, sollte die Stockbreite mindestens 83 Zentimeter betragen.

Bei der Planung der Türöffnung ist auch wichtig zu wissen, welches Zargensystem zur Anwendung kommen soll – also welcher Türrahmen. Es gibt hier Türen mit nahezu unsichtbarer Zarge, bei denen Türblatt und Wand auf einer Ebene liegen. Es gibt aber auch Türen, bei denen der Türrahmen außen sichtbar ist, die sich gegenüber herkömmlichen Türen nicht um 180 Grad, sondern nur um 85 bis 90 Grad öffnen lassen, oder natürlich auch Schiebetüren, die wieder anders geplant werden wollen.

Artikel aus dem Journal "Bauen, Wohnen, Energiesparen" .