Angenehm kühle Räume an heißen Sommertagen. Der Sommer steht vor der Tür – und damit auch die Hitze. Wer der heißen Luft entkommen will, freut sich meistens über angenehm kühle Innenräume. Diese müssen aber nicht zwingend klimatisiert sein. Es gibt viele Möglichkeiten für die ideale Abkühlung in den eigenen vier Wänden.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 29. Mai 2019 (03:40)
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Jalousien bieten im Sommer eine gute Alternative zu Klimageräten, wenn es um das Abkühlen von Innenräumen geht.

Es muss nicht immer die klassische Klimaanlage sein, die für kühle Innenräume sorgt. Spezielle Sonnenschutzgläser, Kühldecken oder Sonnenschutz durch richtige Vorhänge oder Jalousien bieten gute Alternativen.

Die speziellen Sonnenschutzgläser eignen sich besonders gut für Dachflächenfenster, die Räume im Sommer enorm aufheizen können. Die Gläser können dabei auf zwei Arten funktionieren: Getönte Gläser absorbieren die Energie, beschichtete Gläser reflektieren das Sonnenlicht. Im Normalfall ist diese Schutzfunktion gleichbleibend, egal ob die Sonne scheint oder Wolken den Himmel bedecken.

Es gibt mittlerweile aber auch schon Gläser, die sich den Witterungsbedingungen anpassen. Die sogenannten elektrochromen Sonnenschutzverglasungen verfärben das Glas je nach dem Wetter.

Sie richten sich dabei nach der Außentemperatur, brauchen aber ihre Zeit, um sich anzupassen: in der Regel zwischen zehn und 20 Minuten.

Beschattungssysteme sparen Energie

Daneben können auch Jalousien Abhilfe bei großer Hitze schaffen. Das spart nicht nur Energie und ist damit ökologisch besonders wertvoll – auch der Geldbeutel wird geschont, wenn nicht ständig Strom für Klimageräte verwendet werden muss.

Intelligente Beschattungssysteme bieten dabei vielfältige Möglichkeiten – und zwar nicht nur, um Schatten zu spenden. Werden Fenster und automatisierter Sonnenschutz richtig kombiniert, kann das viel Energie sparen. Und zwar nicht nur Kühl-, sondern sogar auch Heizenergie. Dafür wird im Winter die Sonne in die Räume geleitet, um sie aufzuheizen, und nachts wird die Wärme durch die Luftpolster zwischen dem außenliegenden, dicht schließenden Rolladen und dem Fenster im Raum gehalten. Im Sommer wird dagegen durch den Sonnenschutz das Aufheizen der Räume verhindert. Automatisierte Steuerungssysteme sind dabei zwar in der Anschaffung etwas teurer, bieten aber einen entscheidenden Faktor in der optimalen Energieeinsparung.

Doch auch helle, hochreflektierende Vorhänge, die im Sommer tagsüber geschlossen bleiben, können schon einiges zu einem kühleren Raumklima beitragen. Gut zu wissen: Ein dunkler Vorhang ist besonders im Winter geeignet, da er die Sonnenstrahlen absorbiert und somit den Wärmeeintrag erhöht. Nachteil: Es gelangt wenig Tageslicht ins Innere.

Kühldecken für jede Jahreszeit

Eine weitere Alternative zu Klimaanlagen sind Kühldecken. Diese funktionieren folgendermaßen: In der Decke fließt im Winter warmes Wasser, um den Raum aufzuheizen, während im Sommer kaltes Wasser durch die Rohre geleitet wird, wodurch die gesamte Deckenfläche abgekühlt wird.

Die abgestrahlte Wärme – oder Kühle – wird von den Wänden, Möbeln und Böden aufgenommen, die den gesamten Raum sanft abkühlen. Das Raumklima wird dabei als um ein bis zwei Grad niedriger empfunden, als die tatsächliche Raumtemperatur ausmacht. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass Kühldecken im Gegensatz zu Klimaanlagen keine Luft aufwirbeln. Sie sind also wesentlich angenehmer für unsere Atemwege und besonders für Allergiker sehr gut geeignet. Zudem gibt es keine kalten Luftzüge wie bei Klimaanlagen, die häufig zu Erkältungen im Sommer führen können.

Im Neubau werden Klimadecken als bereits vorgefertigte Systeme angeboten, sie können aber auch im Zuge einer Sanierung eingebaut werden. Es gibt auch spezielle Profilsysteme, die direkt an die Wand oder als vorgehängte Decken innerhalb von ein bis zwei Tagen vom Profi montiert werden können.