Trauermücken ökologisch in Schach halten. Im Herbst, insbesondere wenn unsere Kübelpflanzen zur Überwinterung ins Haus kommen, sind nach wenigen Tagen oft kleine, schwarze Mücken rund um die Pflanztöpfe von Zimmer- und Kübelpflanzen zu beobachten.

Von Redaktion NÖN.at und Redaktion BVZ.at. Erstellt am 18. November 2020 (13:12)
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Dabei handelt es sich meist um Trauermücken, die emsig um die Pflanzen schwirren, um in der Erde ihre Eier abzulegen. Die ausgewachsenen Tiere sind nur als Lästlinge einzustufen.

Die weißlichen, beinlosen Larven, welche nach etwa einer Woche aus den abgelegten Eiern schlüpfen, ernähren sich jedoch unter anderem von Pflanzenwurzeln im Boden. Jungpflanzen, Stecklinge und frische Wurzeln älterer Pflanzen können dadurch Schaden nehmen. Durch das rechtzeitige Setzen ökologischer Maßnahmen können Trauermücken jedoch gut in Schach gehalten werden.

„Die Lebensdauer von Trauermücken ist mit fünf Tagen relativ kurz. In dieser Zeit können die weiblichen Tiere jedoch bis zu 200 Eier produzieren, welche sie im feuchten Pflanzsubstrat ablegen. Setzt rasch ökologische Maßnahmen, um die Vermehrung zu unterbinden“, erklärt Katja Batakovic, fachliche Leiterin von „Natur im Garten“.

· Dauerhaft feuchte Erde schafft ideale Bedingungen für die Eiablage. Gießt, soweit dies für die Pflanze erträglich ist erst, wenn die Erde oberflächlich bereits abgetrocknet ist.

· Bedeckt das Substrat oberflächlich mit einer Sandschicht, z.B. Quarz- oder Ziersand. Das hindert die Trauermücken an der Eiablage.

· Reduziert die Zahl der Mücken indem Sie diese regelmäßig rund um die Töpfe mit dem Staubsauger absaugen.

· Steckt Gelbtafeln oder Gelbstecker in die Erde, um die erwachsenen Tiere abzufangen.