Der Igel erwacht aus dem Winterschlaf. Der Igel ist ein erklärter Liebling vieler Gärtnerinnen und Gärtner. Wohl auch deshalb, weil Schnecken und verschiedene Insekten von seinem Speiseplan nicht wegzudenken sind. Nach dem Winterschlaf erwachen die ersten Igel langsam aus ihrem Winterschlaf und begeben sich auf Nahrungssuche. „Natur im Garten“ verrät, wie ihr dem Igel ein gutes Quartier verschaffen könnt.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 28. März 2019 (15:27)
Shutterstock/supakrit tirayasupasin
Die Igel sind nach dem Winterschlaf erwacht.

„Lasst die Tiere bis zum Verlassen des Winterquartiers ungestört, denn jedes Aufwachen kostet sie viel Kraft“,  so Katja Batakovic, fachliche Leiterin von „Natur im Garten“: „Haltet euch beim Frühjahrsputz zurück und belasst die Mulchschicht und Äste in der Nähe von Hecken und Sträuchern. Denn genau dort finden die Igel alles, was sie brauchen. Igel benötigen keine Futtergaben.“

Ein „wildes Eck“ hilft bei der Suche nach Nahrung, Nistmaterial oder einem Schlafplatz. Als Bewohner reichstrukturierter und kleinräumiger Landschaften sind nahrungsreiche Hecken oder Blumenwiesen, Gebüsche mit dichtem Unterwuchs, aber auch offene Flächen in naturnahen Gärten, Bäche und Waldränder für Igel lebensnotwendig. Hier finden sie, was sie zum Leben brauchen: Schlafplätze und Nahrung.

Als Insektenfresser stehen neben Käfern und anderen Insekten auch Würmer, Raupen und Schnecken auf ihrem Speiseplan. Je nach Angebot fressen Igel aber auch Aas, Eier oder Fallobst, allerdings nicht als Hauptnahrung. „Igel sind standorttreu, das bedeutet, wenn möglich bleiben sie im Laufe ihres Lebens im selben Gebiet. Reisig-, Laub- oder lockere Steinhaufen, Plätze unter Gartenhütten und Baumwurzeln oder ein hohler Stammabschnitt in einem ungestörten Garteneck bieten im Sommer ein sicheres Tagesversteck“, so Katja Batakovic, fachliche Leiterin von „Natur im Garten“.

Naturgarten als Igelparadies
Mit kurz geschnittenem Zierrasen und naturfernen Nadelgehölzpflanzungen finden sich die stacheligen Gesellen dagegen nicht zurecht. Insbesondere die Verwendung von chemisch-synthetischen Pestiziden, wie Schneckengift, wirkt sich negativ auf den Igelbestand aus, weil sich die Giftstoffe in der Nahrungskette anreichern. Auch niedrig gesetzte Maschendrahtzäune können dem Igel zum Verhängnis werden.