Immobilien: Attraktiver am Land. Georg Edlauer, Fachverbandsobmann der Immobilientreuhänder, im NÖN-Gespräch.

Von NÖN Sonderjournal-Redaktion. Erstellt am 13. Dezember 2020 (04:36)
Bevor man sich für den Kauf einer Immobilie entscheidet, sollte man sich die Kosten genau durchrechnen.
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Fachverbandsobmann Georg Edlauer glaubt, dass die Immobilienpreise in Niederösterreich trotz Corona stabil bleiben.
Wilke

NÖN: Was sagt der jüngste Immobilienpreisspiegel über Miet- und Kaufpreise aus?

Georg Edlauer: In acht verschiedenen Objektkategorien sowie für verschiedene Lage- und Nutzwerte aufbereitet werden die Immobilienpreise in farbigen Tabellen und Grafiken aufbereitet – jeweils im Vergleich mit den Werten des Vorjahres für alle Bezirke Österreichs.

Die detaillierten Zahlen (mehr als 10.000 Einzelwerte) geben Aufschluss über spezifische Werte und Entwicklungen, die in den verschiedenen Bezirken und Kategorien auch heuer wieder sehr unterschiedlich ausfallen.

Wie haben sich die Preise in Zeiten von Corona verändert? Und wie kann man das begründen?

Edlauer: Die Veränderungen durch Corona werden zwar erst im Preisspiegel 2021 ersichtlich sein, es zeichnen sich jedoch bereits verschiedene Trends ab.

So dürften bedingt durch die schwacnur bevor ich im postfach drauf wart das jemand nur bevor ich im postfach drauf wart das jemand he Wirtschaftslage und den Umstieg vieler Unternehmen auf Online-Services vor allem Geschäftsraummieten sinken. Gleichzeitig ist indes ein Anstieg der Kaufpreise für Baugrundstücke und generell ein Anstieg der Preise in Lagen abseits der Ballungszentren bemerkbar.

Der ländliche Raum hat durch Corona an Attraktivität gewonnen, weil man vermehrt von zu Hause arbeiten kann.

Was begünstigt Immobilienpreise? Das Angebot? Die Nachfrage? Oder die Rahmenbedingungen?

Edlauer: Natürlich ist das am Markt quantitativ wie qualitativ vorhandene Angebot ausschlaggebend. Nachfrageseitig spielen aber viele verschiedene Faktoren eine Rolle.

Durch Corona wurde zum Beispiel ein verstärktes Bedürfnis nach Grün- und Freiflächen bei Wohnimmobilien geweckt. Auch die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel oder sich ändernde Bedingungen in der Arbeitswelt – siehe Homeoffice – sind von großer Bedeutung.

Am teuersten wohnt und kauft es sich in Niederösterreich im Bezirk Mödling. „Günstige“ Bezirke im Land sind laut dem jüngsten Immobilienpreisspiegel Gmünd und Waidhofen an der Thaya. 
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Wo wohnt man in Niederösterreich am teuersten und wo am günstigsten?

Edlauer: Die durchschnittlichen Preise für neu errichtete Eigentumswohnungen sind im Bezirk Mödling am höchsten. Auf hohem Niveau liegen auch die Preise in St. Pölten und Krems, gefolgt vom Bezirk Tulln und Korneuburg. Besonders günstig sind die Preise im Waldviertel.

Wie werden sich die Immobilienpreise 2021 entwickeln?
Edlauer: Insgesamt dürfte der Markt trotz Corona stabil bleiben.

Was raten Sie Anlegern und Wohnungssuchenden?
Edlauer: Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten können Immobilien eine sichere und sinnvolle Wertanlage sein. Für die Suche nach einem Objekt rate ich, einen erfahrenen Immobilienprofi beizuziehen.

Artikel aus dem Journal "Bauen, Wohnen, Energiesparen" .