Auszeichnung für Bauten aus Holz. Der Niederösterreichische Holzbaupreis stellt 2021 schon zum 18. Mal besondere Bauten aus Holz in den Mittelpunkt. Forciert werden soll damit auch der verstärkte Einsatz von Holz als Rohstoff.

Von Gina Christof. Erstellt am 11. Juni 2021 (11:50)
Der „Bungalow im Weißtannenkleid“ in Althöflein erhielt 2014 den Preis in der Kategorie „Wohnbauten“.
Andreas Buchberger

Projekte, die den Mut haben, in Holzbauweise etwas Neues, Ansprechendes und Nachhaltiges zu schaffen, werden heuer bereits zum 18. Mal mit dem Niederösterreichischen Holzbaupreis ausgezeichnet.

Der Preis soll dabei nicht nur die vielfältige Nutzung dieses besonderen Rohstoffes aufzeigen, sondern auch die junge Generation von Planern dazu ermutigen, sich in Zukunft verstärkt mit Holz als Werk- und Baustoff auseinanderzusetzen.

Vergeben wird der Preis in den Kategorien „Wohnbauten“, „Öffentliche & Kommunalbauten“, „Um- und Zubau, Sanierung“, „Nutzbau“ sowie „Außerhalb von Niederösterreich“. Je Kategorie erhält das Siegerprojekt den OIKOS, die Trophy des Niederösterreichischen Holzbaupreises. Die Jury kann außerdem eine Anerkennung pro Kategorie sowie einen Sonderpreis für Holz-Wohnbau vergeben.

Die eingereichten Projekte müssen dabei verschiedene Kriterien erfüllen. Zu den Hauptkriterien gehören die Qualität der architektonischen Gestaltung mit dem Werkstoff Holz, die Ausführungsqualität und der richtige Einsatz von Holz sowie die Ingenieurholzbauleistung.

Hinzu kommen vier zusätzliche Kriterien, nach denen die Projekte beurteilt werden: Einfügung in die Umgebung, Holzeinsatz bezogen auf Kubikmeter umbautem Raum, die Lebenszyklusoptimierung sowie die nachhaltige Energiebilanz.

Für die Anerkennung und den Sonderpreis sind jeweils wieder zusätzliche Kriterien zu erfüllen: Das statische Tragsystem muss in Holz ausgeführt sein, der Holzanteil am Gesamtobjekt muss mindestens 50 Prozent betragen und das Gebäude muss zumindest dreigeschossig sein. Die Projekte der letzten Jahre können sich in jedem Fall sehen lassen. Ob ein Co-Sharing-Haus im Waldviertel, ein Kindergarten in Aspangberg-St. Peter, ein Einfamilienhaus in Wolfpassing, ein Bungalow in Althöflein oder ein Wohnhaus in St. Peter/Au – die Siegerprojekte der letzten Jahre haben nicht nur gemeinsam, dass sie aus Holz gefertigt sind. Sie zeichnen sich auch durch eine überaus durchdachte Architektur aus und stehen für Innovation.

Die Einreichphase für Projekte des Holzbaupreises 2021 ist bereits abgeschlossen. Am 3. Mai 2021 erfolgte der Startschuss für den Publikumspreis. Sie können dabei online für Ihre Favoriten abstimmen. Die endgültige Preisverleihung findet dann voraussichtlich am 23. September 2021 statt. Alle Infos unter: www.holzbaupreis-noe.at.