Flachdach: Der neue Trend beim Hausbau. Häuslbauer können zwischen einer Vielzahl von Dachvarianten wählen. Derzeit werden aber gerade Flachdächer immer beliebter. Bevor man sich für eine solche Dachkonstruktion entscheidet, sollten einige Faktoren beachtet werden.

Erstellt am 01. März 2015 (13:20)
NOEN, Ganzaless / Shutterstock.com
Flachdächer schaffen zusätzlichen Wohn- und Lebensraum. Die Räume unterhalb können zudem optimal genutzt werden.
Das Flachdach hat seinen Ursprung in den südlichen Ländern, da es den klimatischen Bedingungen dort entspricht. In den letzten Jahren wird es aber auch in unseren Breitengraden immer beliebter.

Was das flache Dach in erster Hinsicht von anderen Dachformen unterscheidet, ist seine Begehbarkeit. Dadurch erlaubt es viele Gestaltungs- und Nutzungsmöglichkeiten. Mit der Anordnung einer Terrasse oder einer begrünten Dachfläche wird zusätzlicher Wohn- und Lebensraum geschaffen, und auch die Räume unterhalb der Dachfläche gewinnen an Attraktivität, da sie ohne Schrägen optimal genutzt werden können.

Sorgfalt ist gefragt

Flachdächer erfordern auf der anderen Seite aber auch viel Sorgfalt bei der Ausführung von Tragkonstruktion, Dämmung und Abdichtung. Außerdem sind Flachdächer meist kostenintensiver und mit einem höheren Risiko eines Baufehlers behaftet. Die durchschnittliche Lebensdauer eines Flachdachs hängt von den verwendeten Materialien ab, ist aber meist geringer als bei Steildächern. In schneereichen Regionen sollte bedacht werden, dass das Flachdach die komplette Last des Schnees tragen muss.

Bauphysikalisch gesehen unterscheidet man bei Flachdächern zwischen Kalt- und Warmdach. Beim früher bevorzugten Kaltdach oder belüfteten Dach verbleibt über der Dämmschicht ein Hohlraum, in dem die Luft zirkulieren kann.

Der Vorteil dieser Konstruktion: Eingedrungene Feuchtigkeit kann leichter abgeführt werden. Beim Warmdach dagegen liegt die Feuchtigkeitsisolierung über der Wärmedämmung und die Luft kann nicht zirkulieren. Raumseitig sorgt beim Warmdach eine Dampfsperre dafür, dass kein Wasserdampf aus der Raumluft in die Wärmedämmung eindringen kann.
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