Garten-Sommer: Was ist zu tun?. Hobbygärtner nehmen jetzt die Gießkanne in die Hand und können Salate laufend nachsetzen.

Erstellt am 14. Mai 2015 (06:05)
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Regenwasser eignet sich hervorragend zum morgendlichen Gießen.
Blüht die Sommerlinde, dann ist die heiße Zeit im Garten angekommen. Die Gießkanne sollte öfter in die Hand genommen werden, das Gemüse wird es einem danken. Gewitter und Platzregen bringen nicht genügend Feuchtigkeit in den Boden. Das richtige Gießen ist für die meisten Pflanzen überlebenswichtig, Wasser sparen ist genauso sinnvoll.

Mulchen hilft, das kühle Nass im Boden zu speichern. Das Regenwasser kann darüber hinaus in Tonnen gesammelt werden. Morgens zu gießen ist besser als abends: Die stehende Feuchtigkeit in der Nacht begünstigt Pilzerkrankungen und Schnecken fühlen sich im feuchten Beet wohler. Zehn Liter Wasser reichen aus, um 30 bis 40 Zentimeter tief zu den Wurzeln durchzudringen.

Die Hauptaufgaben im Ziergarten sind das Aufbinden und Zurückschneiden. Die Wurzeln blühfauler Schwertlilien können nach der Blüte geteilt und woanders wieder eingepflanzt werden. Ein waches Auge sollte man auf Buchsbaum (Schädlinge) und Rosen (Pilze) haben.

Das Grün kann man zurechtschneiden

Zweijährige Pflanzen wie Fingerhut, Stiefmütterchen oder Goldlack können ausgesät werden. Der Lavendel kann jetzt, direkt nach dem Schnitt, mit Stecklingen vermehrt werden. Laubgehölzhecken können zurückgeschnitten werden, vorausgesetzt die Jungvögel sind ausgezogen. Ein Formschnitt bei immergrünen Pflanzen ist möglich.

Nicht nur der Herbst ist die Erntezeit: Wer in mehreren Phasen gepflanzt hat, kann den ganzen Sommer über Blattsalat ernten. Dieser reichert sich über Nacht und an besonders trüben Tagen mit Nitrat an, deswegen sollte er am Nachmittag oder Abend rausgeschnitten oder gepflückt werden. Vorgezogene Salatpflänzchen können laufend nachgesetzt werden. Auch Kohl und Fenchel können noch gepflanzt werden.

Salat trotzt auch der Kälte im Herbst

Neben einer Folgesaat ist eine Zwischensaat möglich: Das brachliegende Stück Beet wird genutzt, der Boden bleibt nicht unbearbeitet. Spinat eignet sich hervorragend dafür: Er kann als Gründüngung verwendet werden und nährt damit Mensch und Boden gleichermaßen. Gut eignen sich schnell wachsende Pflücksalate wie Vogerlsalat, der bis weit in den Winter hinein der Kälte trotzt.

Tagetes als Farbtupfer in der Mitte des Beetes dient als Schnecken-Lockpflanze und wehrt Nematoden und Drahtwürmer ab. Kräuter können an trockenen, sonnigen Tagen am späteren Vormittag geerntet und im Schatten zum Trocknen aufgehängt werden.

Übrigens: Salbei, Thymian oder Rosmarin vertragen die Hitze besonders gut. Zucchini und Stangenbohnen sollten regelmäßig gepflückt werden, dann blühen die Pflanzen reichlich nach. Der Obstgärtner sollte die Blätter von den Erdbeeren nach der Ernte komplett abschneiden. Ribisel und Stachelbeeren werden ausgelichtet.

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