Das richtige Fenster für jedermann. Nicht nur Dächer, auch die dazupassenden Fenster sollen richtig gewählt sein. Hier gilt es ebenso bestimmte Eigenschaften wie ökologische Faktoren oder Dämmeigenschaften zu beachten.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 29. Mai 2019 (03:20)
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Dachflächenfenster sorgen für mehr Licht in den Räumen und damit für mehr Wohnqualität.

Nicht nur das Aussehen ist entscheidend, auch das Material muss richtig ausgesucht sein, damit am Ende nicht nur alles gut aussieht, sondern auch richtig dämmt. Es gibt ganz verschiedene Arten von Fenstern.

Diese lassen sich ganz einfach anhand einiger, konkreter Punkte unterscheiden: Mechanik (Einfach- und Verbundfenster, Fenster mit Kippflügel, Drehflügel oder Dreh-Kipp-Flügel, Schwingfenster und Kastenfenster) und Material oder Materialmix. Das sind die gängigsten Fensterarten:

Holzfenster sind zwar aus einem nachhaltigen Rohstoff gefertigt, nicht alle sind aber gleich gut hinsichtlich des ökologischen Aspekts. Denn dieser hängt stark von der Oberflächenveredelung ab. Holzfenster müssen regelmäßig gestrichen werden. Sie sind energetisch gesehen aber gut aufgestellt. Das kann durch integrierte Luftkammern oder Dämmstoffe noch verstärkt werden.

Aluminiumfenster zeichnen sich durch ihre besondere Langlebigkeit aus. Da Aluminium aber ein guter Wärmeleiter ist, müssen die inneren und äußeren Profile durch Kunststoffelemente getrennt werden, die eine isolierende Funktion haben.

Die Mischung aus diesen beiden Materialien – also Holz-Alufenster – setzt sich aus einem Holzrahmen mit aufgesetzten Aluminiumprofilen zusammen. Der Vorteil hier ist, dass die Stärken von beiden Materialien zusammenspielen: Im Haus hat man den wohligen Charakter eines Holzfensters, außen sorgt das Aluminium für Wetterbeständigkeit und Langlebigkeit.

Kunststoff-Fenster sind günstiger als die beiden anderen Modelle. Sie werden meistens aus PVC oder aus glasfaserverstärktem Material hergestellt. Die etwas hochwertigere Variante ist durch eingebaute Stahlprofile verstärkt. Der Vorteil liegt hier in der Funktionalität und einer guten Wärme- und Schalldämmung.

Kunststoff-Alufenster verbinden ebenso wie die Holz-Alufenster die Vorteile der beiden Materialien miteinander.

Fenster am Dach für mehr Licht im Haus

Fenster müssen dabei aber natürlich nicht immer nur klassisch an den Wänden angebracht werden. Oberlichter im Dach sorgen für Helligkeit im ganzen Raum. Das können klassische Dachflächenfenster sein. Bei Flachdächern bietet sich aber ein ganz besonderes Modell an: Oberlichter und Lichtkuppeln. Diese sind optimal geeignet für lichtdurchflutete Innenräume.

Oberlichter oder Lichtkuppeln sind Deckenfenster, die besonders in großen Gebäuden aus vielen kleinen Fenstern bestehen, die eine große, gekrümmte Fensterfläche ergeben. Die Wölbung ist sehr wichtig, damit das Regenwasser richtig abfließen kann – auch im privaten Wohnbereich.

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Lichtkuppeln werden häufig in großen oder historischen Gebäuden eingesetzt – wie hier in Mailand. Im privaten Hausbau werden sie vor allem auf Flachdächern montiert.

Viel Licht erhöht den Wohlfühlfaktor und trägt wesentlich zur Wohn- und damit auch zur Lebensqualität bei. Die Glasflächen bestehen heutzutage meistens aus Acrylglas oder Polycarbonat und können bei Dachschrägen zwischen null und 15 Grad eingebaut werden. Alles, was steiler ist, verlangt gängige Dachflächenfenster.

Dadurch, dass das Glas der Lichtkuppel meist aus Acrylglas besteht und noch dazu gebogen ist, ist das eintretende Sonnenlicht etwas gedämpfter als bei herkömmlichen Fenstern. Geachtet werden muss auch auf eine passende Wärmeisolation, damit im Winter keine kalte Luft einströmen kann.

Auch in puncto Sicherheit ist es wichtig vorzusorgen. Lichtkuppeln bieten Einbrechern oft eine gute Möglichkeit, ins Haus zu gelangen, deshalb sollten sie unbedingt DIN-geprüft sein und vom Versicherer abgenommen werden. Mehr Risiko als ein Standardfenster birgt die Lichtkuppel aber nicht: Sie ist von innen mit speziellen Schraubsystemen montiert, die verhindern, dass sie einfach so von außen entfernt werden kann.
Entschieden werden muss auch, wie die Lichtkuppel geöffnet werden kann: manuell mithilfe einer Teleskop-Kurbelstange oder elektrisch. Letzteres ist natürlich um einiges bequemer, aber auch mit höheren Kosten verbunden und zudem wartungsintensiver.

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