Kaputte Fenster & Schimmel? So gelingt die Renovierung. Kaputte Fenster, Schimmel an den Wänden oder im Bad. Wir klären auf, wie Renovierung gut gelingt oder gewisse Schäden sogar von vornherein verhindert werden können.

Von NÖN Sonderjournal-Redaktion. Erstellt am 10. November 2020 (04:05)
Schimmel an Wänden oder in Bad und Küche kann sich nicht nur im Winter bilden. Auch im Sommer begünstigt der falsche Mix aus Feuchtigkeit, Nährstoffangebot und Temperatur dieEntstehung der Pilze.
Shutterstock.com/ Burdun Iliya

Früher oder später passiert es: Die kleinen oder größeren Mängel im und am Haus werden zu einem solchen Problem, dass eine Renovierung schließlich unumgänglich wird. Was nach viel Zeit, Geld und Arbeit klingt, ist oft am Ende nur halb so schlimm oder kann unter Umständen sogar selbst in die Hand genommen werden.

Die alten Fenster neu erstrahlen lassen

Ein Bereich im Haus, der bei der Sanierung in den meisten Fällen lieber dem Fachmann überlassen werden sollte, sind die Fenster. Der Witterung besonders ausgesetzt, müssen diese früher oder später hergerichtet oder sogar ausgetauscht werden.

Wer alte Holzfenster nicht austauschen, sondern instandsetzen will, sollte dafür idealerweise einen Profi kontaktieren. Wichtig ist, zunächst einmal genau abzuklären, was repariert werden muss. Sollte für die Arbeiten der Bautischler oder ein Beschlagschlosser kontaktiert werden? Oder braucht es doch einen Glaser?
Wer die Fenster austauschen möchte, überlässt das einem Profi – oder wagt sich sogar selbst daran. Aber Achtung: Der Tausch der Fenster zählt nicht zu den leichtesten, handwerklichen Tätigkeiten und sollte nur von äußerst geübten Heimwerkern gewagt werden.

Fenster sorgen nicht nur für helle Räume und Wohlfühlatmosphäre – auch die Höhe des Energieverbrauchs hängt mit den richtigen Fensternzusammen.
Shutterstock.com/S_Photo

Doch wann sollen die Fenster nun getauscht werden und wann reicht es, sie lediglich sanieren zu lassen? Für das Herrichten der alten Fenster spricht zunächst einmal, wenn der Altbestand gerne beibehalten werden möchte. Wenn der Zustand und die Substanz dann noch sehr gut erhalten sind, rentiert es  sich  allemal,  eine  Sanierung in Betracht zu ziehen. Klarerweise ist eine Renovierung der Fenster – sofern ein Austausch nicht unbedingt notwendig ist – auch jedem anzuraten, der ohne größere Bauarbeiten auskommen möchte.

Vorbeugen: Schimmel vermeiden

Gewissen Sanierungs- und Renovierungsarbeiten kann auch einfach vorgebeugt werden. Dazu zählt Schimmel, der sich in den Innenräumen ausbreitet. Was oft als Gefahr im Winter angesehen wird, sollte auch im Sommer nicht unterschätzt werden. Wenn die Faktoren Feuchtigkeit, Nährstoffangebot und Temperatur aufeinandertreffen, fühlen sich die Schimmelpilze pudelwohl und breiten sich besonders schnell aus. Hohe Außentemperaturen, gepaart mit hoher Luftfeuchtigkeit und einem falschen Lüftungsverhalten, können so auch im Sommer die Ausbreitung von Schimmel begünstigen.

Beim Lüften im Sommer gilt daher: Nur dann länger lüften, wenn die Außenluft kühler als die Innenluft ist. Ansonsten tritt die warme Luft, die mehr Feuchtigkeit aufnimmt, von außen in die Wohnräume und trifft dort auf kühle Stellen. Dadurch wird der Taupunkt unterschritten, es bildet sich Kondenswasser – und der ideale Nährboden für Schimmel ist geschaffen. Prädestiniert dafür sind natürlich besonders kühle Räume wie Keller, aber auch Küche und Bad sind durch die hohe Feuchtigkeit gefährdet.

Wer Schimmel vorbeugen möchte, sollte also nur kurz und stoßartig lüften, sobald es draußen kühler wird, und für einen Durchzug sorgen, indem quer gelüftet wird. Idealerweise sollte auch keine zusätzliche Feuchtigkeit in den Innenräumen produziert werden, etwa durch das Aufhängen von Wäsche. Nach dem Duschen oder Kochen empfiehlt es sich zudem, kurz durchzulüften oder die Türen zu den Räumen offen stehen zu lassen.

Luftfeuchtigkeit niedrig halten

Um die Luftfeuchtigkeit in besonders anfälligen Räumen zu reduzieren, empfiehlt sich außerdem ein Entfeuchtungsgerät. Mit einem Hygrometer kann zudem die relative Luftfeuchtigkeit im Auge behalten werden – diese sollte idealerweise zwischen 40 und 60 Prozent liegen. Auch kontrollierte Wohnraumlüftungs- oder Klimaanlagen sorgen für geringere Luftfeuchtigkeit.

 

Artikel aus dem Journal "Bauen, Wohnen, Energiesparen" .