Darum solltet ihr das Dach immer im Auge behalten. Um zu wissen, ob das Dach saniert werden muss, sollte ein eingehender Check des Daches durchgeführt werden. Worauf man dabei achten sollte und was die schlimmsten Dachschäden sind.

Von NÖN Sonderjournal-Redaktion. Erstellt am 02. November 2020 (03:58)
Auch das Entwässerungssystem sollte regelmäßig überprüft werden, um Schäden vorzubeugen.
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  • Feuchte oder morsche Holzteile sind oft in Altbauten zu finden.
  • Pilz- und Insektenbefall zeigt sich an Nagespuren, Bohrlöchern und Verfärbungen. Diese schwächen das Holz und damit die Tragfähigkeit.
  • Statische Mängel können auftreten, wenn die Gesamtkonstruktion falsch dimensioniert ist. Auch Abnützung oder die unsachgemäße Durchführung von Veränderungen können einen Einfluss haben.

Beim Check des Dache s sollten außerdem einige Fragen beantwortet werden:

  • Gibt es am Dach Verformungen bei Dachstuhl oder Dachdeckung? Gibt es Verschiebungen?
  • Liegen noch alle Ziegel richtig? Gibt es Absplitterungen oder Verdrehungen bei der Holzkonstruktion?
  • Sind alle metallischen An- und Abschlüsse in Ordnung? Auch etwaige Schraubverbindungen sollten getestet werden.
  • Gibt es Wasserflecken oder -pfützen auf dem Dachboden? Funktioniert die Entwässerung richtig?

Wichtig ist auch, Regenrinnen und Fallrohre zu überprüfen. Halterungen können aus der Verankerung gerissen sein. Es empfiehlt sich, den Lauf des Regenwassers zu beobachten, um zu eruieren, ob es eine Beschädigung des Entwässerungssystems gibt.

Einen Spezialfall stellen Flach- und Reetdächer dar. Hier sollte besonders die Dachhaut auf Risse und Beschädigungen überprüft werden. Zudem können sich leicht Stellen bilden, an denen sich Regenwasser ansammelt.

Beim Reetdach ist besonders auf Feuchtigkeit zu achten. Algen oder Moose, die sich auf dem Dach ausbreiten, sollten unbedingt entfernt werden. Auch Blätter sollten nicht liegen bleiben, da es hier zu Schimmelbildung kommen kann. Geachtet werden sollte auch auf Pilze: Diese können sich bei zu hoher Feuchtigkeit ansiedeln und leben dann von der Zellulose des Reets. Um das Reetdach trocken zu halten, sollte deshalb immer ausreichend Sonnenstrahlung auf das Dach gelangen. Eventuell müssen hierzu umliegende Bäume zurückgeschnitten werden.

Artikel aus dem Journal "Bauen, Wohnen, Energiesparen" .