Den Garten für den Winter vorbereiten

Um den Garten winterfest zu gestalten, gibt es einiges zu tun.

Erstellt am 19. November 2021 | 15:45
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Foto: Shutterstock.com/Mariia Boiko, Shutterstock.com/Viktor Sergeevich

Jetzt im Oktober gibt es noch einige Arbeiten zu verrichten, bevor sich das Gartenjahr langsam, aber sicher dem Ende neigt. Besonders an sonnigen Herbsttagen, wenn die Blätter bunt leuchten und viele Pflanzen noch einmal ihre Pracht zeigen, machen diese letzten Arbeiten im Garten richtig Freude.

Äste und Stauden zurückschneiden

Nun ist die Zeit gekommen, mehrjährige Pflanzen für das Überwintern vorzubereiten. Ahorn, Birken, Pappeln und Obstbäume sollte man zurückschneiden. Stutzen Sie aber nur kranke und schwache Pflanzen, bei denen die Triebe sich verselbstständigt haben. Das Motto beim Schneiden: „Lieber zu wenig als zu viel!“

Beerensträucher für Vögel belassen

Viele Sträucher bieten im Winter ein willkommenes Versteck für Vögel, ihre Beeren sind das beste Vogelfutter. Die gefiederten Tiere fressen auch Beeren, die für uns nicht genießbar sind. Roter Hartriegel, Weißdorn, Schwarzer Holunder, Liguster, Hagebutte und natürlich die Vogelbeere machen den Garten bunter und helfen den Vögeln zu überwintern.

Jetzt ist auch die richtige Zeit, um Himbeeren und Brombeeren zurückzuschneiden. Ende Oktober kann man die abgetragenen Ruten der Himbeeren und Brombeeren kürzen. Alle zweijährigen Triebe der Sommer-Himbeeren werden dicht über dem Boden entfernt. Von den einjährigen Himbeertrieben bleiben für die Ernte im kommenden Jahr nur die kräftigsten stehen. Alle schwachen oder störenden Triebe ebenfalls bodennah abschneiden.

Stammanstrich und Leimringe für Bäume

Laut Katja Batakovic, fachliche Leiterin der Aktion „Natur im Garten“, schützt ein Stammanstrich aus Kalk mit Kräuterzusätzen Baumstämme vor Frostrissen. Er stärkt die Zellen und hält die Rinde elastisch.

Leimringe hingegen helfen Obstbäumen, den Frostspanner abzuwehren. Ein 10 Zentimeter breiter grün- oder baumfarbener Leimring, circa einen halben Meter über dem Boden, auf jedem Stamm, kann Wunder wirken. Die flugunfähigen Frostspanner-Weibchen krabbeln im Herbst zur Eiablage auf die Bäume. Durch die Leimringe werden sie rechtzeitig abgefangen.

Letzte Ernte von Spätgemüse

Trockene und sonnige Herbsttage eignen sich sehr gut zum Ernten von Erdäpfeln, Steckrüben, Kohl, Karotten, Pastinaken, Roten Rüben, Rettich und Sellerie. Das Gemüse nicht waschen, sondern nur etwas abputzen und abtrocknen lassen. Ideal für die Lagerung sind Keller oder dunkle Räume mit konstanter Temperatur um 7° C und einer hohen Luftfeuchtigkeit.

Letzte Pflanzungen im Oktober: Für einige Gewächse ist der Herbst der ideale Pflanzmonat. So können die meisten Obstgehölze, winterharte Stauden, Bäume, Hecken und Sträucher, aber auch Rosen jetzt noch gepflanzt werden. Die Herbstpflanzung hat den Vorteil, dass die Gehölze im Frühjahr schon Wurzeln gebildet haben.

Auch Knoblauch für die nächste Saison und Blumenzwiebeln der Frühlingsblüher kommen jetzt in die Erde. Für Krokus, Narzissen, Schneeglöckchen und Tulpen ist im Herbst die beste Zeit der Aussaat ins Blumenbeet.

Rhabarber teilen und neu setzen

Damit die Rhabarberstauden wüchsig und vital bleiben, teilt man diese circa alle acht Jahre. Erst wenn die Blätter braun sind, Teilstücke mit mindestens drei gut ausgebildeten Knospen ausstechen, die Erde am neuen Standort gut durchlockern, Kompost hinzufügen und die Stauden in 1,5 Quadratmetern Standfläche einsetzen. Lassen Sie die frisch gesetzten Rhabarberstauden im ersten Jahr ungestört wachsen und ernten Sie erst im zweiten Jahr wieder. Mit einer Mulchschicht schützt man frische Setzlinge vor Frost und Kälte, denn ein lebendiger Boden mit einem guten Nährstoffverhältnis ist die beste Basis für jeden Garten.

Mit Mulch die Böden bedecken

In der Natur gibt es keine unbedeckten Böden. Mulch kommt auf abgeerntete Beete oder leere Stellen zwischen den Pflanzen und schützt so den Boden vor Austrocknung, Auswaschung oder Verschlämmung und Windverwehungen. Häckselgut vom Strauch- und Baumschnitt ist zum Mulchen gut geeignet. Für Gemüsebeete und Kräutergärten ist feineres Mulch-Material, wie zum Beispiel Grasschnitt, besser geeignet, denn es hält den Boden feucht.

Wie halte ich den Rasen über den Winter schön

Die letzte Herbstdüngung für den Rasen sollte laut „Natur im Garten“ eher kaliumbetont als stickstoffbetont sein. Jetzt wird er mit organischem Rasendünger oder Kompost versorgt. Es empfiehlt sich auch, einen Mulchmäher für den Rasen zu verwenden, denn damit verbleibt regelmäßig feiner Grasschnitt auf dem Rasen und sorgt so für die Zufuhr von organischem Material. Wer im Herbst seinen Rasen mähen möchte, sollte das an trockenen Tagen tun, denn einen Rasen im nassen Zustand zu mähen, richtet mehr Schaden an und tut den Graspflanzen nicht gut. Die Rasenflächen im Herbst von Laub befreien, da die Gräser sonst im Winter darunter verfaulen.

Fallobst noch gründlich entfernen

Das Fallobst unbedingt aufklauben, und – falls es nicht mehr verwertbar ist – kompostieren. Auch Fruchtmumien, die noch an den Obstbäumen hängen, gehören entfernt, damit darin keine Krankheiten überwintern können. Das Laub am besten unter die Sträucher kehren, damit das Bodenleben geschützt wird. Außerdem bietet die Laubschicht Igeln oder Marienkäfern einen Unterschlupf für den Winter. Damit die Blätter nicht vom Wind im ganzen Garten verweht werden, kann man das Laub mit loser Erde fixieren.

Winterharte Pflanzen gut verpackt

m die Kronen von Stammrosen und winterharten Kübelpflanzen im Garten oder auf Terrassen zu schützen, bietet sich leichtes und dünnes Schafwollvlies an. Auch großzügig geschnittene Jutesäcke, die über die Pflanzen gestülpt werden, oder Kokosmatten, die um die Töpfe gewickelt werden, sind geeignet. Um die Wurzelballen der Pflanzen am Erfrieren zu hindern, legt man Holz, Styropor oder Keramikfüße unter die Töpfe. Infos von: naturimgarten.at