Das Haus in neuem Glanz. Ob Dach, Fassade oder Fundament – nicht nur innen, sondern auch außen kann es allerlei zu sanieren geben. Wir geben einen Überblick darüber, wie das am besten gelingen kann.

Von NÖN Sonderjournal-Redaktion. Erstellt am 26. Oktober 2020 (04:25)
Das Fundament sollte besonders bei einem Zubau überprüft werden.
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Von unten nach oben sanieren und erneuern – alles ist möglich, wenn es darum geht, das Haus auf Vordermann zu bringen. Im Fokus stehen dabei die äußeren Komponenten: Fundament, Fassade und Dach.

Für die richtige Statik sorgen

Das Fundament sorgt dafür, dass das Gebäude sicher steht. Ist ein Umbau geplant und verändert sich dadurch die Last des Hauses, ist es daher unbedingt notwendig, Zustand und Dimension der bestehenden Gebäudefundamente zu kennen. So wird verhindert, dass Risse entstehen.

Wichtig: Sanierungen des Fundaments sollten nur in enger Zusammenarbeit mit einem Statiker durchgeführt werden. Die Ausführung der Fundamente kann dabei zumeist aus den Planunterlagen oder aus vorhandenen statischen Berechnungen ermittelt werden. Ist dies – insbesondere bei Altbauten – nicht möglich, müssen Probegrabungen durchgeführt werden. Alternativ können auch Probebohrungen durch das Fundament im Keller erfolgen.

Wandert man vom Fundament weiter nach oben, ist der nächste Punkt am Haus, der einer Sanierung bedürfen kann, die Fassade . Das Problem beim Erneuern der Oberfläche ist vielen bekannt: Entweder muss der alte Putz abgetragen und durch einen neuen ersetzt werden, oder die Hauswand ist so schmutzig, dass auch durch Reinigung mit einer Bürste nicht alles gesäubert werden kann.

Sandstrahlen lassen Wände erstrahlen

Abhilfe kann hier das Sandstrahlen schaffen. Verschiedene Strahlmittel wie Granatsand, Kunststoff oder Glasperlen werden mit Hochdruck auf die zu säubernde Wand geschossen.

Dadurch lässt sich alles Unerwünschte gut von der Oberfläche trennen. Übrigens ist das Sandstrahlen nicht nur für Außenwände geeignet – auch alte Möbelstücke, Motoren und Maschinen oder Verkleidungen aus Holz können so behandelt werden. Holz erstrahlt durch diese Technik besonders schön, allerdings ist nach der Anwendung eine Nachbehandlung mit Schleifpapier notwendig. Wichtig ist auch hierbei, den Profi für das Sandstrahlen heranzuziehen.

Hoch hinaus: das Dach sanieren

Der regelmäßige Check des Daches ist wichtig, damit gerade jetzt, wo der Herbst mit Sturm und Regen wieder loslegt, alles auch wirklich sicher und fest sitzt. Besteht der Verdacht auf einen Schaden, sollte ein Fachhandwerker kontaktiert werden, um eine nähere Begutachtung vorzunehmen.
Tritt der Fall ein, dass das Dach saniert werden muss, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten.

Eine davon ist, dass die Dacheindeckung saniert werden muss. In diesem Fall müssen locker gewordene Dachsteine oder -ziegel fixiert werden. Wenn die Dachhaut, also die äußerste Schicht des Daches, saniert werden muss, bedeutet das eine Neudeckung. Im Zuge einer solchen Sanierung sollte auch gleich die Dachlattung – also die Holzbalken, die die Dachdeckung tragen – ersetzt werden. Eine dritte Möglichkeit ist, dass die Dachdämmung hergerichtet werden muss.
Es empfiehlt sich, im Zuge einer Sanierung der Dachhaut diesen Schritt sowieso gleich mitzugehen. Überprüft und auf den neuesten Stand gebracht werden sollte auch auf jeden Fall die Wind- und Luftdichtheit.

Die Winddichtung befindet sich an der Außenseite der Dachkonstruktion, während die Luftdichtung in der Innenseite der Konstruktion angebracht wird.

Artikel aus dem Journal "Bauen, Wohnen, Energiesparen" .