Eigentumswohnungen sind weiter sehr beliebt. Wer es sich leisten kann, kauft eine Eigentumswohnung. Auch in NÖ investieren viele.

Von Teresa Sturm und NÖN Sonderjournal-Redaktion. Erstellt am 01. Juni 2019 (04:03)
shutterstock.com/Andy Dean Photography

Schon wieder ein Rekord am Wohnungsmarkt: Zum fünften Mal in Folge sind 2019 in Österreich so viele Wohnungen verbüchert worden wie noch nie.

50.222 Wohnungen wurden laut RE/MAX ImmoSpiegel im Amtlichen Grundbuch verbüchert. Das sind immerhin um 1,3 Prozent mehr als im bisherigen Rekordjahr 2017. Der Verkaufswert der gehandelten Wohnungen stieg dabei um 364 Millionen Euro auf 10,9 Milliarden Euro.

Unter Verbücherung versteht man die Eintragung des Eigentumsrechtes ins Grundbuch. Dies ist dann möglich, wenn eine Lastenfreistellung erfolgt ist, die Grunderwerbssteuer einbezahlt wurde und notwendige Genehmigungen von Behörden eingeholt sind. In einfachen Fällen können Grundbuchsanträge auch bei Gericht zu Protokoll gegeben werden.

Unter einfachen Fällen sind solche zu verstehen, bei denen der Antragsteller bereits über die Urkunden in der gesetzlich vorgeschriebenen Form verfügt und bei welchen die Protokollaufnahme durch das Gericht für dieses mit einem vertretbaren Arbeitsaufwand verbunden ist, etwa bei einer Adressänderung oder einer Namensänderung.

Ein Trend ist in der Eigentums-Wohnungsmarkt-Analyse von RE/MAX Austria auf jeden Fall erkennbar, so RE/MAX Managing-Director Anton Nenning. „Der Trend, insbesondere kleinere Wohnungen als Geldanlage oder Spekulationsobjekt anzuschaffen und auch schneller wieder abzustoßen, hat sich in den Jahren verstärkt. Kleine Wohnungen werden tendenziell kürzer behalten und im selben Zeitraum öfter verkauft als große“, sagt Nenning. Familienwohnungen seien oft Lebensentscheidungen. Für Single- und Anleger-Wohnungen, die ja meistens auch kleiner seien, sei die Behalte-Perspektive von Haus aus kürzer.

„Auch bei Neubauten wird natürlich versucht, kleinere, aber effizient geschnittene Wohneinheiten anzubieten. Dies kommt dem demografischen Trend zum Single-Haushalt und den Preiserfordernissen der Käufer entgegen“, sagt Nenning.

In Niederösterreich wurden 2018 um 307 Wohnungen weniger grundbücherlich verbüchert als 2017. Dies entspricht in Summe 5.586 Eigentumswohnungen. Und das sind um 5,2 Prozent weniger als noch zuletzt. Jedoch ist es immer noch der zweithöchste Wert seit Beginn der RE/MAX ImmoSpiegel-Vollerhebung im Jahr 2009. Der Gegenwert belief sich auf 946 Millionen Euro. Damit liegt Niederösterreich im Bundesländer-Ranking beim Verbücherungswert auf Rang sechs und bei der Anzahl der verbücherten Wohnungen nach noch auf Rang vier.

Der Durchschnittspreis einer Wohnung in NÖ lag 2018 laut RE/MAX bei 159.411 Euro, um 2,5 Prozent unter dem Wert von 2017. Die Preis-Bandbreite für eine Eigentumswohnung ist enorm: Mit 205.630 Euro im Bezirk Mödling ist Niederösterreichs Wohnungs-Hot-Spot zwar in der bundesweiten Bezirksliste nur auf Platz 34 hinter vielen Bezirken in Wien und Westösterreich, aber mit Gmünd, Lilienfeld, Neunkirchen und Waidhofen/Thaya finden sich auf den fünf billigsten Plätzen Österreichs vier NÖ Bezirke.

www.oesterreich.gv.at

www.pressecenter. reichlundpartner.com