Vier Schönbrunner Jungkäuze auf wichtiger Mission. Vier im April im Wiener Tiergarten Schönbrunn geschlüpfte Habichtskäuze werden in die Natur entlassen.

Erstellt am 17. Juni 2014 (11:53)
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Sie haben eine wichtige Mission: "Unsere vier Tiere helfen mit, das Überleben ihrer Art im Freiland zu sichern", sagte Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Vorerst kommen sie in Volieren, um die neue Heimat kennenzulernen. In rund drei Wochen geht es ab in die weiten Wälder. Im Rahmen des Wiederansiedlungsprojekts des Forschungsinstituts für Wildtierkunde und Ökologie wurden seit 2009 schon 153 Jungkäuze, die in Zoos und Zuchtstationen geschlüpft sind, in den Schutzgebieten Biosphärenpark Wienerwald und Wildnisgebiet Dürrenstein in den Ybbstaler Alpen in Niederösterreich ausgewildert.

Im Freiland haben sie mit 50 Jungvögeln fleißig für Nachwuchs gesorgt. Noch vor 100 Jahren bewohnte der Habichtskauz, nach dem Uhu die zweitgrößte Eule Mitteleuropas, die Wälder Österreichs. Gegen Mitte des 20. Jahrhunderts galt die Art bei uns als ausgestorben.

Die Hietzinger Bezirksvorsteherin Silke Kobald hat die Patenschaft für die Schönbrunner Habichtskäuze übernommen und einem der vier Jungkäuze den Namen "Hietzi" verliehen. "Auch im Bezirk Hietzing, im Gebiet des Biosphärenparks Wienerwald, gibt es einen Freilassungsort im Rahmen dieses Projektes, weil diese seltenen Vögel hier gute Lebensbedingungen vorfinden", sagte Kobald.