Diese Gartenarbeiten warten im Herbst und im Winter. In den kalten Monaten gibt es viel zu tun im Garten!

Von NÖN Sonderjournal-Redaktion. Erstellt am 04. Oktober 2019 (04:43)
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Im Herbst wird der Garten winterfit gemacht. Unter anderem wird dabei das Laub vom Rasen, aber auch von der Oberseite der Hecken entfernt.
  • Im Oktober heißt es: Pflanzen und zurückschneiden. Frühjahrsblüher, die noch nicht gepflanzt wurden, können eingesetzt und die letzten Äpfel, Birnen und Zwetschken geerntet werden. Stauden lassen sich nach der Blüte zurückschneiden, teilen und umsetzen, Sträucher und Gehölze mit Ausnahme der Frühjahrsblüher können gekürzt werden. Und dann gilt es aufzuräumen: Das Laub von Rasen und der Oberseite der Hecken entfernen und auf den Kompost, in die Bio-Tonne werfen oder auch als Igel-Häufchen zum Überwintern zusammenhäufen. Vogelhäuschen und Nistkästen reinigen und den Rasen ein letztes Mal mähen.
  • Im November wird der Garten winterfit gemacht. Dahlien, Gladiolen und Co. werden ausgegraben und in trockene Kisten gesteckt und Kübelpflanzen in den Keller gebracht. Vor allem für sonnenverwöhnte Pflanzen, wie zum Beispiel Oleander, Bougainvillea, Granatäpfel, Olivenbäumchen oder auch verschiedene Palmen, kann der Winter gefährlich werden, vor allem von Oktober bis April wird es kalt und frostig. Ebenfalls denken sollte man ans Wasser: Wasseranschlüsse abstellen. Hähne leerlaufen und über den Winter offen lassen. Schläuche einrollen und an einem Ort lagern, der frostgeschützt ist. Die Pumpen im Gartenteich entfernen. Bei den Rosen steht der Auslichtungsschnitt am Programm, damit die Äste nicht zu dicht werden und sich gegenseitig Sonne wegnehmen und die Pflanzen vital bleiben können.
  • Im Dezember gilt es, die Pflanzen zu schützen. Bepflanzte Beete werden mit Mulch oder Tannenreisig abgedeckt, sehr frostempfindliche Pflanzen lassen sich einpacken. Große Schneemassen sollte man von Ästen und Stauden entfernen. Hecken, die zur Straße schauen, kann man mit einer speziellen wasser- und luftdurchlässigen Textilfolie abdecken, um sie vor dem Streusalz zu schützen. Offenliegende Böden lassen sich grob umgraben, damit der kommende Frost die Krume aufsprengt und so den Boden für den Frühling locker macht. Und: Gießen nicht vergessen! Das gilt auch für die Pflanzen, die im Haus den Winter verbringen.
  • Im Jänner wird Schnee geräumt, damit Pflanzen und Äste von der Last nicht erdrückt werden. Bruchgefährdete Pflanzen kann man vor Wintereinbruch zusammenbinden, um sie so zu schützen. Immergrüne Pflanzen brauchen auch im Winter Wasser, wenn kein Schnee oder Eis liegt. Mitten im Winter kann man auch überlegen, was man in diesem Jahr vor hat, ob der Garten vielleicht umgestaltet werden soll. Wer seine Wühlmäuse loswerden will, der kann sich Mausefallen kaufen. Vom Herbst bis ins Frühjahr sind die Erfolgsaussichten, die Schädlinge zu fangen, am größten, weil dann das Futter knapper ist.
  • Im Februar kann man den Garten frühlingsfit machen, Maschinen und Werkzeuge in Schuss bringen und Bäume beschneiden. Warten sollte man damit aber bis zu den ersten frostfreien Tagen, weil offene Schnittflächen bei eisigen Temperaturen bedroht sind. Ende Februar kann man auch damit beginnen, Nutzpflanzen, Blumen und Gemüse zu ziehen. Zum Beispiel in spezieller Anzuchterde. Zöglinge sollten an einen Ort gestellt werden, der hell und warm ist, wie etwa auf der Fensterbank. Paprika- und Paradeiserpflanzen sind die Ersten, sie können bereits Anfang Februar in einem geeigneten warmen Umfeld gesät werden. Im März geht es weiter mit Brokkoli, Kohlrabi oder Kopfsalat, die meisten Pflanzen werden zum Keimen in die Erde gebracht. 

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