Ein Schritt in die (Eigen-)Verantwortung

Eine Wohngebäudeversicherung ist für jeden Hausbesitzer Pflicht. Aber was muss, was soll man sonst noch versichern?

Erstellt am 26. Juni 2021 | 04:38
Hausversicherung Symbolbild
Sicher? Versichert! Und zwar gerade, was Haus und Garten und alles, was dazu gehört, angeht! 
Foto: Shutterstock.com/Jirsak

Der Schritt zum Eigenheim ist auch ein Schritt in die Verantwortung. Endlich keine Belastung durch Miete mehr, endlich keine Beschränkungen durch den Vermieter, endlich die eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund stellen.

Allerdings bringt die neue Situation auch Verpflichtungen mit sich. Ein Haus muss durch eine Wohngebäudeversicherung geschützt werden, weitere Vorsorgevarianten sind empfehlenswert.

Die Wohngebäudeversicherung

Diese ist für Hausbesitzer das Um und Auf, um das erworbene Hab und Gut finanziell abzusichern. Die Wohngebäudeversicherung tritt in Kraft bei Schäden durch Sturm, Hochwasser, Feuer, Leitungswasser, direkten Blitzschlag, Explosion, Flugzeugabsturz oder Löschwasser.
Beim Sturm wird die Haftung bei Spitzengeschwindigkeiten ab 60 km/h schlagend, weiters bei Folgeschäden durch umstürzende Bäume, Masten usw. und bei Schäden durch Hagel, Schneedruck, Felssturz, Steinschlag und Erdrutsch.

Beim Leitungswasser sind Folgen durch den Austritt aus wasserführenden Anlagen und angeschlossenen Maschinen gedeckt, ebenso Bruch- und Frostschäden an Rohrleitungen und angeschlossenen Einrichtungen. In der Wohngebäudeversicherung nicht enthalten sind Schäden durch Hitzeeinwirkung, ohne dass etwas in Brand gerät, Schäden durch Sturmflut, durch 

Überschwemmungen, Muren, Lawinen oder Lawinenluftdruck, ebenso die Folgen von bergmännischen Tätigkeiten, Bauarbeiten oder mangelhafter Instandhaltung oder Renovierungsarbeiten. In Zusatzleistungen kann die Versicherung von Nebengebäuden, die Absicherung von Wasserrohren, können Korrosionsschäden, Armaturen, Dichtungsmängel, Verstopfung, Zuleitungsrohre, Fußbodenheizung, Solaranlagen und Schwimmbecken inkludiert werden.

Die Haushaltsversicherung

Neben der verpflichtenden Versicherung der Gebäude ist auch eine Vorsorge für deren Inhalt eine Notwendigkeit. Schäden an Möbeln, Antiquitäten, Elektrogeräten und Dekoartikeln können geltend gemacht werden, wenn diese im Ereignisfall zerstört, beschädigt oder entwendet werden. Versichert sind auch Schäden durch Einbruchdiebstahl und Raub ebenso wie die Kosten einer notwendigen Schlossänderung. Auch das Zerbrechen von Tür- und Fensterglasscheiben sind gedeckt, ebenso wie die von Verglasungen im Innenraum bzw. von Spiegeln.
Im Übrigen ist auch im Falle eines Wohnungswechsels der Wohnungsinhalt während des Umzugs versichert. Dies muss der Versicherung allerdings schriftlich mitgeteilt werden.

Die Haftpflichtversicherung

Kommt es zu Schäden, die das Haus nicht direkt betreffen, wird ein Fußgänger etwa durch einen herabfallenden Ziegel verletzt oder kommt auf dem Gehweg zu Sturz, ist eine private Haftpflichtversicherung angesagt.
Denn werden Schadensersatz und Schmerzensgeld gefordert, kann dies zu erheblichen Kosten in Millionenhöhe führen. Auch wenn man selbst einen Schaden anrichtet, springt diese Versicherung ein.

Eine besondere Form ist zudem die Bauherrenhaftpflichtversicherung. Egal, in welcher Form der Bau vor sich geht, in Eigenregie oder mit Firmen, als Bauherr haftet der Eigentümer für alle im Zusammenhang mit dem Bau stehenden Unfälle. Das betrifft auch Situationen, in denen ein Teil des Baumaterials vom Wind auf eine Person oder ein Auto geweht wird, wenn ein Kran oder ein Bagger Schäden anrichtet oder wenn im Rahmen der Bauarbeiten eine Person verunfallt, vor allem wenn dies ein mithelfender Freund oder Bekannter ist, also kein bei einer Firma beschäftigter Arbeiter.

Um hinsichtlich dieser Versicherungsvarianten die richtige Mischung zu finden, die eine individuelle Sicherheitslösung garantiert, ist es ratsam, sich vorab schon im Internet zu informieren und dann mit einem Versicherungsfachmann das richtige Paket zu schnüren.

www.wohnnet.at