Vorsicht bei Schnäppchenjagd am Black Friday. Am 29. November ist Black Friday ausgerufen – der jährliche Höhepunkt für Schnäppchenjäger. Hohe Rabatte und verlockende Angebote versprechen eine Menge Ersparnis, doch oft trügt der Schein.

Von Redaktion noen.at und Redaktion bvz.at. Erstellt am 26. November 2019 (08:46)
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Und auch Kriminelle nutzen den Hype gezielt und stellen Fallen. „Damit sich die Einkäufe auch wirklich lohnen, haben wir hilfreiche Informationen parat“, sagt AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser. So schützen etwa gezielte Preisvergleiche vorab vor unerwarteten Überraschungen.

Preise vergleichen

Die AK Niederösterreich rät, sich schon vorab über jene Produkte zu informieren, die man gerne kaufen möchte: „Vergleichen Sie die Preise mit Preissuchmaschinen wie beispielsweise geizhals.at oder idealo.at.  Kennen Sie die üblichen Preise, können Sie wirkliche Schnäppchen ergattern", sagt AK-Konsumentenschützer Michael Dunkl. Keinesfalls sollte man sich von vermeintlich nur kurzfristig verfügbaren Superpreisen zum übereilten Kauf verleiten lassen.

Was man unbedingt im Hinterkopf behalten sollte:  Die großzügigen Rabatte gehen oft nicht vom Marktpreis aus, sondern vom unverbindlichen Herstellerrichtpreis (UVP). Hierbei ergeben sich oft erhebliche Preisunterschiede, weil der UVP zumeist deutlich über jenen Preisen liegt, die dann tatsächlich im Handel dafür bezahlt werden.

Achtung, Fakeshops

Die Schnäppchenjagd wird verstärkt auch von Kriminellen genutzt. Über Fakeshops werden günstige Preise geboten, für die Ware wird per Vorauskasse bezahlt – aber die bestellten Produkte werden nie geliefert. Möchte man den Verkäufer kontaktieren, sind die Seiten oft schon nicht mehr auffindbar. „Werden Markenprodukte zu auffällig günstigen Preisen angeboten, ist Vorsicht geboten", so Wieser. Man sollte hier unbedingt einen Blick ins Impressum werfen.

Nur weil eine Webseite auf .de oder .at endet, bedeutet das nicht, dass sie aus diesem Land stammt und deshalb seriös ist. Oft kommen die Anbieter z. B. aus dem asiatischen Raum. „Gefälschte Markenware wird dann meist vom Zoll einbehalten oder es können dem Kunden noch zusätzliche Zollgebühren verrechnet werden. Auch die Rückgabe bestellter Waren ist häufig sehr aufwendig oder gar nicht möglich“, sagt Konsumentenschützer Dunkl.