Zocker und Musikliebhaber profitieren am meisten. Nicht nur in Amerika sind die Verbraucher am Black Friday auf der Suche nach Schnäppchen. Auch in Österreich ist der „schwarze Freitag“ am 23. November mittlerweile der beliebteste Shoppingtag des Jahres und der Startschuss ins Weihnachtsgeschäft. 

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 19. November 2018 (05:00)
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Verbraucherzentralen warnen jedoch davor, den Sonderangeboten blind zu vertrauen. Die Kritik: Viele Händler berechnen die Rabatte auf Basis der unverbindlichen Preisempfehlung (UVP). Da diese UVP allerdings oft deutlicher über dem marktüblichen Preis liegt, sind die ausgeschriebenen Reduzierungen irreführend. 

Hier haben wir für euch die besten Tipps gesammelt, wie der Black Friday für euch zum auf jeden Fall zum Erfolg wird: 

Echte Preisknüller eher selten

Diesem Vorwurf ist idealo mit einer Preisanalyse auf den Grund gegangen. Die Zahlen zeigen: Immerhin 328 von 500 untersuchten Produkten waren am Black Friday 2017 tatsächlich etwas günstiger als im Vormonat. Echte Preisknüller waren aber eher selten – der durchschnittliche Rabatt in den beliebtesten zehn Kategorien lag bei 6,6 Prozent.

Zocker und Musikliebhaber kommen auf ihre Kosten

Wer seine Freizeit gerne mit Videospielen verbringt, kann am Black Friday die besten Schnäppchen machen. Die größte Preisersparnis gab es 2017 bei Playstation-4-Spielen – im Schnitt waren diese 16 Prozent günstiger. Bei beliebten Games wie FIFA 18 oder Need for Speed: Payback waren sogar bis zu 20 Prozent Ersparnis drin. Die Rabatte für die dazugehörigen Spielkonsolen überzeugten ebenfalls. So sparten Verbraucher beim Kauf einer PlayStation 4 Slim mit 500 GB Speicherplatz und zwei Controllern im vergangenen Jahr bis zu 57 Euro (20 Prozent).

Auch Musikfans kommen auf ihre Kosten: Lautsprecher waren um rund 9 Prozent reduziert. Zwei von zwanzig untersuchten Modellen gab es am Black Friday 2017 sogar über 20 Prozent

Wer flexibel ist, kann auch bei Smartphones sparen

Smartphones waren unter den österreichischen Schnäppchenjägern besonders gefragt. Durchschnittlich lag die Ersparnis bei den beliebtesten Modellen allerdings nur bei rund 5 Prozent (26 Euro). Insbesondere die Preise der aktuellen High-End-Geräte von Apple blieben sehr konstant und fielen um weniger als zwei Prozent. Wer hingegen ein solides Mittelklasse-Smartphone sucht, kann durchaus sparen: Verschiedene Android-Geräte wie das Huawei P10 lite waren am Black Friday 2017 um bis zu 12 Prozent (30 Euro) deutlich reduziert.

Fazit: So wird der Black Friday zum Erfolg

Wie gelingt es den Internetnutzern echte Schnäppchen von Verbraucherfallen zu unterscheiden? Dr. Bartosz Schneider, Spezialist für Daten- und Verbraucheranalysen bei idealo, fasst zusammen: „Der Black Friday lohnt sich definitiv. Voraussetzung ist aber, dass Verbraucher sich nicht von angeblichen Prozenten blenden lassen. Preisvergleichsseiten helfen, den Überblick zu wahren. Dort lässt sich für jedes Produkt der Preisverlauf für das letzte Jahr anzeigen – eine gute Möglichkeit, um angebliche Sonderangebote zu entlarven.“

Ein weiteres Erfolgsrezept: Flexibilität. Zwar sind viele Produkte heruntergesetzt, echte Super-Deals sind in den Top-Kategorien aber nur vereinzelt zu finden. Wer also noch kein bestimmtes Produkt ins Auge gefasst hat und entsprechend flexibel bei Farbe, Modell oder Hersteller ist, kann deutlich leichter ein Schnäppchen ergattern als Nutzer mit einem konkreten Kaufwunsch.