Gelsen ökologisch loswerden. Gelsen werden aktuell vielerorts zum Spielverderber. Der milde Winter und die feuchte Witterung im Mai und Juni haben die Reproduktion begünstigt. „Natur im Garten“ hat die besten Tipps gesammelt, wie Gelsen bei Grillabenden nicht zur Plage werden und räumt gleichzeitig Mythen weit verbreiteter Hausmittel auf.

Von Redaktion noen.at und Redaktion bvz.at. Erstellt am 17. Juli 2020 (10:38)
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„Lavendel, Zitronenmelisse, Rosmarin, nach Zitronen riechende Basilikumsorten, Tomatenpflanzen oder die Pfefferminze halten Gelsen zu einen gewissen Grad fern“, so Katja Batakovic, fachliche Leiterin von „Natur im Garten“. Wer bereits gestochen wurde, dem rät Batakovic: „Ein Minzblatt direkt auf den Stich gerieben, lindert den Juckreiz. Ein Wärmegerät aus der Apotheke wirkt ebenso, weil dieses das Eiweiß im Blut gerinnen lässt.“

Weitverbreitete Hausmittel wie Insektengrill, Kupfermünzen, Duftkerzen oder flächendeckende Sprühaktionen haben leider wenig wert. Mehr Erfolg bringen das Tragen dunkler Kleidung, Insektengitter oder Ventilatoren, denen die Flugkünste der Gelsen nicht gewachsen sind.

40 Gelsenarten in Österreich

Laut der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit AGES gibt es in Österreich etwa 40 Gelsenarten, die selten größer als 15 Millimeter werden. Genau genommen, werden die Gelsenweibchen für uns zur Qual. Mit Hilfe spezialisierter Mundwerkzeuge und dem stechend saugenden Rüssel kommen die Weibchen an das Blut, das sie für die Produktion der Eier brauchen. Sonst ernähren sie sich, wie auch die Männchen, von Nektar oder zuckerhältigen Frucht- und Pflanzensäften. Manche fungieren so auch als Bestäuber.

Stehendes Wasser ausleeren 

Die Eiablage der Gelsen erfolgt an, oder in der Nähe, der Wasseroberfläche von stehenden Gewässern. Die Larven und Puppen leben im Wasser. Daher sollten Regentonnen mit Deckeln oder Netzen abgedeckt werden. Auch  stehendes Wasser in Untersetzern oder Gefäßen kann zur „Gelsenbrutstätte“ werden. Daher sollten diese regelmäßig ausgeleert werden.