Ist der Hype um den Black Friday berechtigt?. Der Black Friday ist in Österreich in aller Munde. Während Händler mit hohen Rabatten werben, geht unter den Verbrauchern die Schnäppchenjagd los.

Von Redaktion bvz.at und Redaktion noen.at. Erstellt am 26. November 2019 (03:34)
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Doch sind die Wunschprodukte der Österreicher tatsächlich so viel günstiger als an anderen Tagen im Jahr? Um diese Frage zu beantworten, hat idealo.at die Preisentwicklung der 900 beliebtesten Produkte auf idealo.at am Black Friday analysiert.

Der Black Friday wird immer beliebter

Die Nachfrage auf idealo.at bestätigt: Immer mehr Menschen nutzen den Black Friday, um online Schnäppchen zu finden. Die Anzahl der Seitenaufrufe stieg von 2017 auf 2018 um 41 Prozent. Der Zuwachs von 2016 zu 2017 betrug hingegen nur 15 Prozent.[2] Spätestens seit letztem Jahr hat sich der Black Friday in Österreich also als wichtigster Shopping-Tag des Jahres etabliert.

Durchschnittliche Ersparnis liegt nur zwischen null und acht Prozent

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Ist der Hype um den Black Friday berechtigt? Die idealo-Preisanalyse zeigt: Verbraucher können in jedem Fall sparen, aber Mega-Schnäppchen sind die Ausnahme. Von den 900 analysierten Produkten waren am Black Friday 521 Produkte (58 Prozent) günstiger als in den vier Wochen davor. Schnäppchen mit mindestens 20 Prozent sind allerdings selten: Nur vier Prozent der untersuchten Produkte waren so stark reduziert.

Die durchschnittlichen Rabatte in den 30 untersuchten Kategorien lagen letztes Jahr zwischen null und acht Prozent. Am meisten lohnte sich der Kauf von Spielkonsolen (8 Prozent; 30 Euro), Sportuhren (7 Prozent; 26 Euro), Kopfhörern (4 Prozent; 8 Euro) und Fernsehern (4 Prozent; 45 Euro). Passionierte Zocker konnten also am besten sparen. Generell waren die Ersparnisse aber eher gering.

Wer die Augen aufhält, kann bis zu 36 Prozent sparen

Trotzdem gibt es sie - die Mega-Schnäppchen. So war die XBox One S im Bundle mit dem Spiel Fortnite am schwarzen Freitag knapp 100 Euro (-36 Prozent) günstiger und kostete statt 259 Euro nur 166 Euro. Ein weiteres Beispiel sind die Bluetooth-Kopfhörer Marshall Major II in schwarz, die von 84 Euro auf 55 Euro (-35 Prozent) reduziert waren. Auch in den Top-Kategorien gab es gute Deals. Bei Fernsehern waren maximale Rabatte von 33 Prozent möglich, bei Notebooks von 19 Prozent und bei Smartphones von 10 Prozent.

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Fazit: Ein allgemeiner Schnäppchentag, an dem jedes Produkt erheblich günstiger ist, ist der Black Friday nicht. Verbraucher müssen genau hinschauen, um die wirklich guten Deals zu ergattern.

Black-Friday-Erfolgsrezept: Gut vorbereiten, flexibel sein, Preise vergleichen

Wie wird der Black Friday nun zum Erfolg? Veronika Bahr, Country Managerin von idealo Österreich, hat drei Verbrauchertipps zusammengestellt.

Erstens: Vorbereitung. „Es ist sinnvoll, sich vorab zu überlegen, was man eigentlich kaufen möchte. Stöbert man gleichzeitig nach Sneakers, Kühlschränken und PS4-Spielen, verliert man leicht den Überblick. Eine Prioritätenliste kann hier hilfreich sein. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, setzt sich einen Preiswecker. Der Nutzer wird dann automatisch benachrichtigt, wenn am 29. November sein vorher festgelegter Wunschpreis für ein bestimmtes Produkt erreicht wird.“

Zweitens: Flexibilität. „Wer bei Ausstattung oder Farbe flexibel ist und auch einen Blick auf etwas ältere Vorgängermodelle wirft, kann besonders gut sparen. Denn die wirklich guten Schnäppchen verstecken sich meistens abseits der Top-Seller.“

Drittens: Preise vergleichen. „Viele Händler neigen dazu, extreme Rabatte auszusprechen. Diese beziehen sich allerdings oft auf die unverbindliche Preisempfehlung und nicht auf den aktuellen Marktpreis. Verbraucher sollten sich von diesen angeblichen Rabatten nicht blenden lassen und vor dem Kauf Preise vergleichen.“