Wie ihr klimafreundlicher aber nicht teurer einkauft. Eine gesunde und klimafreundliche Ernährung ist möglich, ohne dabei mehr zu bezahlen.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 20. Februar 2019 (09:31)
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Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Umweltschutzorganisation WWF Österreich. Demnach kann eine vierköpfige österreichische Familie den Bio-Anteil ihres durchschnittlichen Wocheneinkaufs – ohne Mehrkosten – auf 70 Prozent des Gesamtwarenkorbs steigern, wenn die Ernährungsempfehlungen des Gesundheitsministeriums beim Einkauf berücksichtigt werden.

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Die Treibhausgasemissionen des Warenkorbs können dadurch um bis zu 40 Prozent reduziert werden. „Im Kampf gegen Umweltzerstörung und Klimakrise bildet unsere Ernährung einen der größten Hebel. Der WWF-Warenkorbvergleich zeigt deutlich, dass nachhaltige und gesunde Ernährung auch leistbar sein kann. Bio-Einkauf ist kein Luxusthema“, erklärt Helene Glatter-Götz, Expertin für nachhaltige Ernährung beim WWF Österreich.

Weniger Fleisch, mehr Gemüse

Laut der Studie führen vor allem eine deutliche Reduktion des Fleischkonsums und der Umstieg auf Bioprodukte zu einer enormen Verringerung des CO2-Fußabdrucks. Umso wichtiger ist der gezielte Ausbau der ökologischen Landwirtschaft, um unsere Ökosysteme zu bewahren und das Artensterben zu bekämpfen, wie auch mehrere internationale Erhebungen belegen.

Für die WWF-Warenkorbstudie „Bio, gesund und leistbar – geht das?“ hat das Forschungsinstitut für Biologischen Landbau (FiBL) den durchschnittlichen Wocheneinkauf einer vierköpfigen Familie (zwei Erwachsene, zwei Kinder unter 14 Jahren) untersucht. Im Warenkorb finden sich Einkäufe um 119 Euro, zu einem Drittel aus Billigprodukten und zwei Dritteln aus Markenprodukten. Entgegen den Empfehlungen des Gesundheitsministeriums kaufen die Österreicherinnen und Österreicher im Schnitt dreimal zu viel Fleisch, zu viele Fertigprodukte und zu viele Softdrinks ein.

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Meist sind solche Einkäufe nicht nur ungesund, sondern auch relativ teuer. Laut der WWF-Studie kann daher eine Umstellung des Einkaufs auf einen gesunden Warenkorb mit weniger Fleisch und dafür mehr Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten den Bio-Anteil kostenneutral auf 70 Prozent steigern. Für einen 100 Prozent Bio-Anteil würden die Mehrkosten nur rund zehn Prozent betragen.

WWF sieht Unternehmen und Politik in Pflicht

Der WWF Österreich sieht für die Verminderung der ernährungsbezogenen Umweltschäden auch Politik und Unternehmen in der Pflicht. Die Umweltschutzorganisation fordert einen Verzicht auf Rabattaktionen, die Fleisch zu Billig-Preisen verschleudern, sowie eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung von Fleischprodukten in Handel, Gemeinschaftsverpflegung und Gastronomie. Auch Unternehmen können ihren CO2-Fußabdruck wesentlich reduzieren, indem sie mehr Bio-Produkte beschaffen, anbieten und gesunde sowie fleischreduzierte Ernährung umfassend fördern.

Hier findet ihr die Studie zum Nachlesen.