Erstellt am 24. Januar 2017, 02:03

von Michaela Fleck

Amsel, Drossel, Fink. Um die ganze Schar der heimischen Singvögel bemüht sich die Hardegger Gutsverwaltung in einem Kurs für Landwirte und Co.

Gehört zwar (noch) nicht zu den gefährdeten Arten, aber zu NÖs Singvögeln, die in Seefeld-Kadolz gezählt werden: das Rotkehlchen.  |  ArCaLu/ Shutterstock.com

Bienenhonig, Rapsöl oder vielfach ausgezeichnete Pinot Noirs macht man schon länger auf dem Schlossweingut der Hardegger Grafen. Jetzt, genauer: am , geht man im Weinviertler Seefeld-Kadolz aufs Feld. Und hält Ausschau nach Vögeln.

„Es geht um Artenvielfalt im ländlichen Raum.“ Sagt Maximilian Hardegg. Und hat dazu eine einzigartige Initiative gestartet. „Farmland Bird Count“ nennt sich die. Kommt aus England. Und hat dort im vergangenen Jahr immerhin 970 Farmer auf die Felder gebracht, um die dort beheimateten Singvögel zu zählen. Das Ergebnis: 130 verschiedene Arten, davon 25, die auf der Roten Liste der gefährdeten Arten stehen, und sieben, die 2016 zum ersten Mal gesichtet wurden.

In Niederösterreich lädt man kommenden Montag zum ersten „Bird Count“. Und hat dazu nicht nur einen Wildbiologen aus England eingeladen, der auch den Game Conservancy Beratungsdienst leitet. Sondern bietet auch eine Einschulung in Zählmethoden, natürlich eine Einführung in die Artenkunde, alles über Winterfutterflächen und Fütterungsmöglichkeiten – und ein Teilnehmerzertifikat am Schluss.

Gedacht ist der fünfstündige Kurs für Landwirtinnen & Landwirte sowie für Jägerinnen & Jäger. Sie sollen vor allem eines: „ihr „Bewusstsein schärfen“, so Maximilian Hardegg.

Der Kurs ist kostenlos, die Teilnehmerzahl begrenzt (Feldstecher mitbringen!). Anmeldung unter office@hardegg.at