Beste Seeadler-Brutsaison seit Rückkehr des Wappentiers. Die Seeadler breiten sich hierzulande weiter aus. 2019 verlief die Brutsaison erfolgreicher denn je, berichtete der WWF am Donnerstag. 70 Seeadlereltern hätten insgesamt 46 Jungtiere zum Ausfliegen gebracht. Österreich biete aktuell 35 bis 40 Paaren Lebensraum.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 25. Juli 2019 (11:33)
WWF
WWF-Geschäftsführerin Andrea Johanides und Dominic Thiem im Auenreservat Marchegg

Bis 2001 hatte Österreichs Wappenvogel "bei uns als ausgestorben" gegolten, so der WWF. Nach langjährigen Anstrengungen im Artenschutz zeige die Bestandskurve nun kontinuierlich nach oben. Seit drei Jahren erhalten die Greifvögel prominente Unterstützung durch Tennisprofi Dominic Thiem.

"Ich freue mich sehr über den Bruterfolg und unterstütze das WWF-Schutzprojekt für den Seeadler mit voller Überzeugung. Es ist ein Paradebeispiel dafür, wie die Rückkehr einer ehemals ausgerotteten Art gelingen kann, wenn sich Mensch und Tier den natürlichen Lebensraum respektvoll miteinander teilen", betonte der Niederösterreicher einer Aussendung zufolge.

Trotz der Erfolge und einer mittlerweile sehr gut etablierten Population sei das Ziel, das Überleben des Seeadlers in Österreich dauerhaft zu sichern, noch nicht erreicht, erinnerte Christian Pichler, Projektleiter des WWF Österreich. "Illegale Abschüsse und Vergiftungen stellen eine laufende Gefahr und die größte Bedrohung für die Greifvögel dar. An der Weiterführung der Schutzmaßnahmen in Österreich und den Nachbarstaaten führt kein Weg vorbei, wenn wir ein erfolgreiches Kapitel Naturschutzgeschichte schreiben wollen."

Die beliebtesten Brutgebiete der Seeadler im Jahr 2019 waren laut WWF das Waldviertel mit elf Brutpaaren und 16 Jungvögeln, weiters der Nationalpark Donau-Auen (sechs Brutpaare, fünf Jungvögel), die March-Thaya-Auen (vier Brutpaare, fünf Jungvögel), das Nordburgenland (drei Brutpaare, vier Jungvögel) sowie die Oststeiermark und das Südburgenland (drei Brutpaare, sechs Jungvögel).