Betrug und Tierquälerei: Strafe für Hunde-Züchterin. Sechs Monate bedingt und 1.440 Euro Geldstrafe für Hundezüchterin, die Welpen ohne Chip und Impfung verkaufte.

Von Elisabeth Kirchmeir. Erstellt am 05. Juli 2017 (09:29)
Symbolfoto / Shutterstock

Wegen schweren Betruges und Tierquälerei wurde eine 65-jährige Hundezüchterin verurteilt. Sie hatte Kunden Welpen verkauft, die entgegen ihren Angaben nicht gechipt bzw. nicht geimpft waren. Außerdem hatte die Frau eine Eintragung in einem Hundeimpfpass verfälscht.

Mehrere Besuche der Amtstierärztin

Darüber hinaus soll sie die Tiere auf ihrem Anwesen nicht richtig betreut und versorgt haben. Eine Amtstierärztin berichtete vor Gericht über Beschwerden von Kunden der Hundezüchterin. Kritisiert wurde stets, dass die Frau die Tiere verwahrlosen lasse.

Die Amtstierärztin gab an, sie habe bei der Hundezüchterin mehrere Kontrollen durchgeführt und festgestellt, dass das steile Grundstück für eine Zwingerhaltung nicht geeignet war. Die Hygiene sei „mangelhaft“ gewesen.

Hundezucht war gar nicht zulässig

Außerdem wurde festgestellt, dass die Frau mangels entsprechender Widmung auf ihrem Anwesen gar keine Hundezucht hätte durchführen dürfen. Die Frau wurde 2013 aufgefordert, die Tiere zu entfernen, was sie aber nicht tat.

Eine Kundin erstattete Anzeige, nachdem sie bei der Züchterin einen Welpen gekauft hatte, der den gesetzlich vorgeschriebenen Chip nicht eingesetzt bekommen hatte, unter Parasiten und einer Durchfallerkrankung litt und eine Impfung nicht erhalten hatte, obwohl diese im Impfpass eingetragen war.

Einschlägig vorbestraft

Die einschlägig vorbestrafte Angeklagte hatte sich zum Vorwurf des schweren Betruges und der Tierquälerei nicht schuldig bekannt. Sie habe sich stets um die bei ihr lebenden Tiere gekümmert.

Schlussendlich wurde sie vorige Woche von zwei Vorwürfen freigesprochen, jedoch wegen dreier Betrugshandlungen und der Tierquälerei in zumindest einem exakt dokumentierten Zeitraum schuldig gesprochen. Sie nahm das Urteil – sechs Monate Haft auf Bewährung und 1.440 Euro Geldstrafe – an.