Tierschutz Austria sieht Durchbruch in Behandlung von Katzen

Auch Haustiere können sich mit Coronaviren anstecken, bei Katzen löst das schon länger grassierende Feline Coronavirus die Krankheit FIP aus. Bisher galt sie als unheilbar, jetzt gebe es Hoffnung, berichtete der Tierschutz Austria.

Erstellt am 18. November 2021 | 13:11
Katze Symbolbild
Symbolbild
Foto: shutterstock.com/turlakova

Forschende aus Deutschland, Belgien und der Schweiz testeten ein Medikament, alle 18 in der Studie betreuten Katzen hätten überlebt, so Madeleine Petrovic, Präsidentin des Tierschutzvereins in Vösendorf.

Feline infektiöse Peritonitis (FIP) befällt ausschließlich Katzen und verläuft in der Regel tödlich. "Diese Studie ist nicht nur deswegen interessant, weil eine Zulassung des getesteten Medikaments viele Katzenleben retten könnte, sondern auch für die weitere Erforschung von Coronaviren", betonten die Tierschützer: Da es Parallelen zwischen FIP und dem Krankheitsbild Multisystem Inflammatory Syndrome in Children (MIS-C) gebe, das durch Covid-19 bei Kindern und Jugendlichen auftreten kann, könnten sich diesbezüglich neue Einsichten in Krankheitsverlauf und Behandlung ergeben.

Dem Kater "Pauli" jedenfalls, der aktuell im Tierschutzhaus betreut wird, dürfte die neue Behandlung das Leben retten, hofft Petrovic. Noch bekomme er drei Monate lang täglich Spritzen, um den Heilungserfolg abzusichern. "Dank einer großzügigen Spende hoffen wir, immer mehr FIP-Katzen retten zu können und vielleicht im Rahmen von interdisziplinären Forschungen so auch einen Beitrag zum besseren Verständnis der Möglichkeiten, die Gefährlichkeit von Coronaviren einzudämmen, zu leisten", sagte die Tierschutz Austria-Präsidentin.