"Überdurchschnittlich" viele Vergaben in Corona-Zeit. Vor allem hohe Nachfrage nach Hunden - Rücklaufquote aber nicht höher als zu normalen Zeiten

Von APA, Redaktion. Erstellt am 23. Juni 2020 (15:09)
shutterstock.com/Soloviova Liudmyla

Schon während des Lockdowns im März und April hat die Tiervermittlung im Wiener Tierschutzhaus in Vösendorf ein stark erhöhtes Interesse an Hunden bemerkt. Damals waren nur telefonische Anfragen möglich. Seit 13. Mai gibt es wieder Tiervergaben - und tatsächlich hat sich der Trend bestätigt, sagte ein Sprecher von Tierschutz Austria (ehemals Wiener Tierschutzverein) am Dienstag der APA.

Seit 13. Mai kann gegen vorherige Vereinbarung ein Termin für ein Vermittlungs- und Beratungsgespräch ausgemacht werden. Laut dem Sprecher sind die Termine für Hunde für die ersten Tage nach der Wiedereröffnung innerhalb kürzester Zeit komplett ausgebucht gewesen. Im Rahmen der Treffen seien die Interessenten auch sensibilisiert worden, sich die Frage zu stellen, ob die Coronazeit ein passender Moment für ein Haustier sein.

Für viele scheint dies aber so gewesen zu sein, denn: "Wir haben vom 13. Mai bis heute 65 Hunde, 56 Katzen und 117 Kleintiere vergeben", berichtete er. Und weiter: "Die Vergaben waren bei allen Tiergruppen überdurchschnittlich und vor allem bei den Hunden extrem hoch." Die Rücklaufquote, dabei handelt es sich um jene Tiere, die wieder zurück ins Tierheim gebracht werden, sei hingegen nicht höher als zu normalen Zeiten: "Es kommt immer wieder mal vor."

Besuch wieder ohne Termin möglich

Ab 4. Juli startet im Tierschutzhaus Vösendorf wieder der Vollbetrieb, wie in einer Aussendung mitgeteilt wurde. Ab diesem Tag ist ein Besuch der Tiervermittlung wieder ohne Termin möglich. Eine einzige Einschränkung bleibt: Besucher dürfen sich auf dem Gelände auch weiterhin nicht frei bewegen.

Tierschutz Austria hat bis vor kurzem als Wiener Tierschutzverein firmiert. Bei der Umbenennung handelt es sich um eine "logische Weiterentwicklung", so der Sprecher. Man habe gemerkt, dass der Name einschränkend sei, da man über die Grenzen von Wien und Vösendorf hinaus aktiv sei. Mit dem neuen Namen ändere sich weder für die Mitarbeiter, die Interessenten an Tieren oder die Spender etwas. Es sollen damit jedoch neue Zielgruppen angesprochen werden: "Wir wollen uns moderner, frischer präsentieren."