Staudentraum für fleißige Bienchen und samtige Brummer. Kürzlich wurde für Niederösterreich eine erfreuliche Entdeckung gemeldet: die Sandhummel (Bombus veteranus) konnte nach über zehn Jahren wieder nachgewiesen werden. Durch naturnahe, vielfältige Gestaltung unserer Gärten können wir aktiv zum Schutz unserer zahlreichen Wildbienenarten beitragen.

Von Redaktion noen.at und Redaktion bvz.at. Erstellt am 16. September 2019 (15:52)
David Hablützel auf Pixabay

Jetzt im Herbst ist die ideale Zeit, um ein Staudenbeet anzulegen. Greift beim Kauf bewusst zu heimischen Pflanzenarten und achtet bei der Komposition eures Staudentraums auf gestaffelte Blühzeiten. Ein reich gedecktes Blütenbuffet kommt uns selbst direkt zugute, denn Wildbienen zählen zu den fleißigsten Bestäubern im Garten und sorgen so für eine reiche Obst- und Gemüseernte.

„Werden auch gezielt Nahrungspflanzen und Nistplätze für spezialisierte Arten angeboten, können selbst im städtischen Gebiet bis zu 100 der fast 700 in Österreich heimischen Wildbienenarten in den Garten gelockt werden“, erklärt Katja Batakovic, fachliche Leiterin von „Natur im Garten“.

Über 2.500 Pflanzenarten in NÖ

In Niederösterreich sind über 2.500 Pflanzenarten zuhause. In ihrer gegenseitigen Anpassung ist unsere heimische Flora und Fauna perfekt aufeinander abgestimmt. Manche Wildbienenarten sammeln den Pollen für ihren Nachwuchs von einer einzigen Pflanzenart und sind damit auf deren Vorkommen angewiesen. Mit unserem „Natur im Garten“ Hochbeet-Pflanzplan „Wildes Niederösterreich“ könnt ihr auch auf begrenztem Raum ein kleines Paradies für Wildbienen schaffen.

Für ein Standardhochbeet von 120 cm x 80 cm werden 20 Stauden gleichmäßig verteilt gesetzt. Unsere Auswahl für euch: Echter Himmelsschlüssel (Primula veris), Gewöhnliche Akelei (Aquilegia vulgaris), Wundklee (Anthyllis vulneraria), Wiesen-Salbei (Salvia pratensis), Färber-Ginster (Genista tinctoria), Steppen-Salbei (Salvia nemorosa), Pfirsichblättrige Glockenblume (Campanula persicifolia), Echter Dost (Origanum vulgare), Echtes Johanniskraut (Hypericum perforatum), Gewöhnliches Leinkraut (Linaria vulgaris), Blutroter Storchschnabel (Geranium sanguineum) oder Bergaster (Aster amellus).