Kfz-Unternehmer betrog Versicherungen. Der 32-jährige Geschäftsführer und Gesellschafter einer Kfz-Reparaturfirma aus dem Bezirk Gänserndorf ist zum Teil geständig, seit Dezember 2013 insgesamt zehn Versicherungsgesellschaften betrogen zu haben.

Von Nina Wieneritsch. Erstellt am 05. Mai 2017 (13:03)
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Er soll Schäden an mindestens 141 Kundenfahrzeugen vorsätzlich vergrößert bzw. erweitert haben. Diese wurden den Versicherungen in Rechnung gestellt und von diesen auch bezahlt. Es entstand so eine Gesamtschadenssumme von etwa 330.000 Euro, die von den Sachverständigen als Mehraufwand an Arbeitsstunden und durch Verrechnung von Neuteilen summiert wurden – und das, obwohl die beschädigten Fahrzeugteile repariert wurden.

Betrüger war selbst als Sachverständiger tätig

Als besonderes Service stellte die Firma des Betrügers jedem Kunden kostenlos ein Ersatzfahrzeug zur Verfügung gestellt. Der Selbstbehalt in der Höhe von 200 bis 500 Euro wurde übernommen und die gesamte Schadensabwicklung durchgeführt. Durch diese Vorgehensweise war der Kunden-Zustrom groß, weshalb bis zu 15 Leihfahrzeuge angemeldet waren.

Da der Beschuldigte selbst als Sachverständiger für Kfz-Schäden für eine namhafte Versicherungsgesellschaft tätig war, war er mit den Abrechnungsmodalitäten vertraut. Der 32-Jährige wurde wegen Verdacht des schweren gewerbsmäßigen Betruges bei der Staatsanwaltschaft Korneuburg angezeigt.