Zeichen gegen Gewalt in Gänserndorf. Das Thema Gewalt an Frauen wird ab 25. November sichtbar. So soll Bewusstsein geschaffen und gezeigt werden, dass Betroffene nicht allein sind.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 25. November 2020 (04:40)
Sabine Hofinek (l.) ist Bezirksfrauenvorsitzende in Gänserndorf. Mit ihren Pendants aus den anderen Bezirk – Claudia Musil (Mistelbach), Sandra Gerbsch-Kreiner (Korneuburg) und Elke Stifter (Hollabrunn) – bei einem der Plakate, die im ganzen Weinviertel zu sehen sind.
: SPÖ

„Wir dürfen Frauen jetzt nicht allein lassen und müssen alles tun, um Gewalt zu verhindern“, sagt Sabine Hofirek, SPÖ-Frauenvorsitzende in Gänserndorf. Anlass sind die 16 Tage gegen Gewalt, die am 25. November starten.

Hier wird vor allem auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam gemacht: Von knapp 200 Betretungsverboten, die im Weinviertel ausgesprochen wurden, steht Gänserndorf mit 62 an der Spitze, gefolgt von Korneuburg (59), Hollabrunn (39) und Mistelbach (37).

Hofirek und ihre Kolleginnen aus dem Weinviertel fürchten, dass die Zahlen während der Coronakrise noch ansteigen wird, denn: „Isolation hilft, Spuren der Gewalt zu verbergen.“

Plakat-Sujets fordern zum Mitmachen auf

Die SPÖ-Frauen fordern einen raschen Ausbau der Gewaltschutz- und Frauenberatungseinrichtungen in Österreich, ein Soforthilfepaket und einen nationalen Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen.

Damit diese Forderungen während der 16 Tage gegen Gewalt auch „sichtbar“ werden, sind an zentralen Stellen Plakat-Sujets zu finden. Dort sollen Fotos entstehen, die in sozialen Netzwerken gepostet werden sollen, um das Thema auf eine breite Basis zu stellen. „Lassen wir Frauen jetzt nicht allein“, fordert die Sozialdemokratin zum Mitmachen auf.