Verdruss wegen Bus in Groß-Enzersdorf

Eltern sind verzweifelt: Kinder werden vom überfüllten Bus nicht mitgenommen.

Erstellt am 20. November 2021 | 06:58
440_0008_8234354_mar46lh_bus.jpg
Oft ist der Bus in der Früh so vollgestopft, dass einige Schulkinder nicht mehr mitfahren können.
Foto: privat

Seit Schulbeginn langen immer wieder Beschwerden von Eltern aus Neu-Oberhausen bei Mobilitätsstadtrat Andreas Vanek ein: Der Bus um 7.15 Uhr kommt schon so voll an, dass nicht mehr alle wartenden Kinder Platz haben und einige draußen bleiben müssen. Spontan müssen dann „Elterntaxis“ organisiert werden, um rechtzeitig zur Schule zu kommen.

Der VOR wurde mit dem Problem natürlich konfrontiert und hat daraufhin eine Zählung durchgeführt. Laut dieser waren nur 70 Fahrgäste im Bus, der aber für 80 zugelassen ist. Den betroffenen Eltern hilft das freilich wenig und auch ein paar Tage später konnten fünf Kinder wieder nicht mitfahren.

Für Vanek ist das Problem noch weitreichender: „Es handelt sich hier um keinen Schülerbus, sondern um normalen Linienverkehr. Wenn nächstes Jahr in Wien das Parkpickerl eingeführt wird, werden viele Pendler sicherlich auf den Bus umsteigen. Wie soll das gehen, wenn er jetzt schon so voll ist?“

Verkehrsplaner sprechen oft davon, dass die Probleme hauptsächlich im Umland, also im sogenannten „Speckgürtel“ auftreten. Man wartet hier auf rasche Lösungen mit dem Umstieg auf den neuen Fahrplan im Dezember. Dazu müsse aber gesagt werden, dass der Stundentakt, in dem der Postbus derzeit zwischen Wien und den Dörfern fahre, schon ein riesiger Fortschritt sei.