Kein Arzt da: Bub wurde in Gänserndorf abgewiesen. Zu Ostern gab es Personalengpass in der Tagesklinik. „Akutversorgung war gewährleistet.“

Von Michaela Fiala. Erstellt am 30. April 2019 (07:01)
Symbolbild
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Eine Mutter wandte sich stark verärgert an die NÖN: „Da kein Gänserndorfer Arzt am Osterwochenende den Notdienst übernommen hatte (die NÖN berichtete, Anm.), wollte ich meinen kranken Sohn in der Tagesklinik untersuchen lassen. Dort wurde ich mit dem Hinweis, ein Mediziner sei erst ab 19 Uhr anwesend, abgewiesen.“

Die Frau fragt sich, ob das Medizinische Zentrum nicht sicherstellen muss, dass neben den kaufmännischen Angestellten auch ein Arzt anwesend ist.

Engpass durch zwei Krankenstände

Ärztlicher Direktor Christian Cebulla erklärt: „Bedauerlicherweise ist es am Ostersonntag durch das Zusammentreffen zweier Krankenstände tatsächlich zu einem Personalengpass im Bereich der Allgemeinmediziner gekommen.“

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Ärztlicher Direktor Christian Cebulla bedauert Ärgernis für Patienten.

Die Notfallversorgung sei durch den Notarzt abgedeckt gewesen, der für sofortige Transferierungen von Patienten mit akuten Erkrankungen ins Landesklinikum Mistelbach sorgte: „Am Standort Gänserndorf waren am Osterwochenende ein Facharzt für Unfallchirurgie und diplomiertes Pflegepersonal anwesend.“

Cebulla bedauere die Unannehmlichkeiten für Patienten und bemühe sich, die Versorgungsstruktur des Klinikstandortes rasch wiederherzustellen.