Coronavirus: Zwei Fälle im Bezirk Gänserndorf . In Gänserndorf wurden mittlerweile sämtliche Einrichtungen der Gemeinde gesperrt.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 16. März 2020 (12:09)
Das Rathaus in Gänserndorf ist nur noch telefonisch erreichbar – in dringenden Fällen.
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Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit. Seit Montag, 10.30 Uhr, ist es nun traurige Gewissheit: Auch im Bezirk Gänserndorf sind zwei Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Dies gab die Landessanitätsdirektion bekannt. Sie hält noch einmal fest, dass bei Auftreten von Symptomen die Gesundheitshotline 1450 zu kontaktieren ist. Für alle allgemeinen Anfragen zum Thema Coronavirus steht die Hotline der AGES (0800 555 621) zur Verfügung. Umfassende Informationen sind auch auf der Homepage des Landes Niederösterreich unter www.noe.gv.at zu finden.

„Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen“, weiß auch VP-Landtagsabgeordneter Bürgermeister René Lobner: „Jeder einzelne kann einen Beitrag leisten, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Das bedeutet für uns alle eine Reduktion der sozialen Kontakte und eine Umstellung.“ Wichtig sei vor allem, jene Menschen zu schützen, die besonders gefährdet sind, wie ältere Mitbürger: „Deshalb werden sämtliche Veranstaltungen abgesagt bzw. verschoben. Bis voraussichtlich Ostern finden auch keine Kurse der Volkshochschule statt.“

Seit Montag ist auch das Gänserndorfer Regionalbad bis auf Weiteres geschlossen.
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Seit Montag ist auch das Regionalbad geschlossen: „Sicherheit und Gesundheit müssen jetzt an oberster Stelle stehen, auch wenn es dadurch wirtschaftliche Einbußen gibt.“ Gesperrt sind in der Bezirkshauptstadt sämtliche Gebäude der Gemeinde – Rathaus, Bücherei, Musikschule, Haus der Begegnung, Stadthalle, Schmied-Villa sowie alle Kindergärten und Schulen. Für unter 14-Jährige wird es eine Betreuung geben, falls die Eltern berufstätig sind und nicht ihre Sprösslinge beaufsichtigen können.

„In dringenden Fällen sind die Rathaus-Mitarbeiter telefonisch erreichbar.“ Zumindest jene, die sich im Gebäude befinden. Ein Teil arbeitet mit dem Laptop von zu Hause aus. „Nämlich jene Kollegen, die Vorerkrankungen haben – zum Beispiel Diabetes – und deshalb besonders gefährdet sind“, so der VP-Bürgermeister abschließend.