Pkw versank in der March. Lenker konnte sich retten, meldete aber den Unfall nicht.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 15. Oktober 2019 (12:08)
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FF Angern

Am Sonntag, um 11 Uhr, erstattete ein Passant in der Polizei-Inspektion Angern Anzeige: Er habe während der Überfahrt der Fähre von Záhorská Ves (Slowakei) nach Angern in der March eine aus dem Wasser ragende Autoantenne gesehen.

Die Polizeibeamten fuhren zur angegebenen Stelle und konnten die Antenne ebenfalls wahrnehmen. Sofort wurden die zuständigen Feuerwehren und ein Einsatzboot angefordert. Die Silberhelme aus Angern, Mannersdorf und Stillfried-Grub fuhren mit zwei Zillen und mit dem Motorboot zu der Stelle und stellten fest, dass ein Fahrzeug in der March versunken war. In weiterer Folge gelang es den Einsatzkräften, den Pkw mit serbischem Kennzeichen mit einer Seilwinde an Land  zu ziehen und mit einem Kran aus dem Wasser zu heben. Das rechte vordere Fenster des Autos stand offen und der Fahrzeugschlüssel steckte im Zündschloss. Personen befanden sich keine in dem Auto.

Da es keine entsprechenden Meldungen bei den Polizeidienststellen und auch keinerlei Fahndungs-Ausschreibungen gab, bestand die Möglichkeit, dass die Insassen des Fahrzeug eventuell ertrunken sein könnten. Erhebungen bei der serbischen Polizei verliefen vorerst negativ.

Einen Tag nach dem Einsatz, am Montag, meldete sich der 20-jährige Besitzer des Pkw in der Polizei-Inspektion und gab an, dass er beim Grenzübergang in Angern in Richtung Slowakei ausreisen wollte. Aufgrund mangelnder Ortskenntnis, Dunkelheit und dichten Nebels sei er zu weit an die schräg abfallende Rampenzufahrt gefahren und mit den Vorderrädern ins Wasser gekommen. Durch die Strömung sei sein Fahrzeug mitgerissen worden. Er habe jedoch noch rechtzeitig aussteigen und sich an Ufer retten können. Anschließend habe er sich wieder zu seinen Bekannten nach Wien begeben, ohne irgendjemand von dem Vorfall in Kenntnis zu setzen.