Zugvogel von Auto angefahren: Pflege in EGS Haringsee. Ein so genannter Säbelschnäbler ist vor wenigen Tagen mit einer akuten Flügelverletzung in der von "Vier Pfoten" geführten Eulen- und Greifvogelstation (EGS) Haringsee gelandet.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 20. Juli 2017 (11:20)
VIER PFOTEN
Dieser Säbelschnäbler wird nach seinem "Auto-Unfall" gesund gepflegt.

VIER PFOTEN

Der sehr seltene Zugvogel mit der charakteristischen Schnabelform wollte seine Jungen in Apetlon (Nordburgenland) zu Fuß zu einer weiter entfernten Wasserlacke bringen und wurde dabei von einem Auto angefahren.

„Man kann den Säbelschnäbler als kleines Opfer der Hitzeperiode bezeichnen“, so Expertin Brigitte Kopetzky. „Er hat den Fußmarsch nur deshalb unternommen, da die meisten Wasserlacken in der Nähe bereits ausgetrocknet sind. Glücklicherweise sind die Jungen schon groß genug, um auch ohne Eltern überleben zu können.“

Der ungewöhnliche Patient wird sich nun in der EGS in NÖ erholen können. Er ist in einem mit engmaschigem Netz überdachten Teich untergebracht. Das Stationsteam um den wissenschaftlichen Leiter Hans Frey plant allerdings, ihn wieder frei zu lassen, sobald er fit ist.