Streit wegen Schulumbaus. Der Kommission für Bauvorhaben wird auch Alexander Gary, Ortschef aus Schönkirchen-Reyersdorf, angehören. Das brachte die Sozialdemokraten auf die Palme.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 04. Juli 2020 (03:26)
Der Gemeinderat tagte im Gemeindesaal. Platz genug war vorhanden,Einigkeit bestandallerdings nichtimmer.
Mauritsch

Die Errichtung von Wohnungen und Geschäftsräumlichkeiten im Gebäude der ehemaligen Arztordination, Straßenbaumaßnahmen und die weitere Vorgangsweise zum Zu- und Umbau der Schule standen auf der Agenda der Juni-Gemeinderatssitzung. Zu Letzterem und der Abstimmungsmodalität bei der Vergabe von zwei Bauplätzen gab es Uneinigkeiten mit der SP-Opposition.

Dass der Schulumbau notwendig ist, stand außer Diskussion. Einsprüche seitens der SP – allen voran von geschäftsführendem Gemeinderat Günther Weilinger – gab es allerdings bei der Zusammensetzung der Kommission. Soll diese doch neben VP-Bürgermeister Erich Hofer und Vizebürgermeisterin Petra Hösch sowie zwei Bauexperten auf mit VP-Ortschef Alexander Gary aus Schönkirchen-Reyersdorf besetzt werden, was den Unmut der Roten hervorrief.

Weilinger argumentierte: „Das ist ein Gemeindeprojekt. Warum wird Gary dazu nominiert?“ Darauf entgegnete Hofer, dass die Baumaßnahmen auch die Mittelschule betreffen und dies sehr wohl ein gemeindeübergreifendes Vorhaben sei. „Schönkirchen-Reyersdorf ist nach Auersthal die größte Mitgliedsgemeinde des Mittelschulverbandes, daher steht Gary ein Platz zu. Die müssen auch mitzahlen“, argumentierte Hofer.

Der SP wird neben Direktorin Andrea Schlederer ein Platz als beratendes Mitglied zugestanden, was Weilinger auf die Palme brachte: „Da sind wir nur Beiwagerl.“ Außerdem habe die Opposition nicht gewusst, dass dieser Punkt bei der Sitzung beschlossen werden soll und deswegen auch keine Nominierung vorbereitet. Hofer versuchte zu beruhigen: „Da wird sicher nichts beschlossen, was ihr nicht wollt.“ Schließlich wurde Markus Scheidl von der SP aufgestellt, der Beschluss über die Besetzung der Kommission fiel mit den Gegenstimmen der SP.

Uneins war man sich auf über die geheime Abstimmung zur Vergabe von zwei Bauplätzen. Die SP stimmte dagegen, abgestimmt wurde aufgrund der VP-Mehrheit trotzdem geheim.

Im Gebäude der ehemaligen Arztordination werden zwei Geschäftsräumlichkeiten im Erdgeschoß geschaffen, wobei es für eine bereits einen Mieter gibt. Im Obergeschoß entsteht eine Wohnung, die vierte Einheit wird die Gemeinde selbst nützen.

Für Straßenbaumaßnahmen am Rosenhügel beschloss der Gemeinderat einstimmig die Aufnahme eines Darlehens über 100.000 Euro. Als Bestbieter kam die Marchfelder Bank zum Zug.