„Macbeth“-Mitarbeiter warten auf ihre Gage. Kein Geld am Konto und „Theater Pur“-Verantwortliche waren wochenlang nicht erreichbar.

Von Ernst Spet und Michaela Fiala. Erstellt am 26. August 2017 (15:39)
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Mit diesem Plakat wurde die vergangene Veranstaltung beworben
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Von Anfang Juli bis Anfang August wurde im Schlosspark das Shakespeare-Drama „Macbeth“ gespielt. Verantwortlich für die Organisation und die aufwendige Inszenierung der künstlerisch sehr hochwertigen Aufführungen war die  „Theater Pur“-Geschäftsführung.

Diese veröffentlichte kürzlich im Facebook ein Foto des Macbeth-Regisseurs Anselm Lipgens mit dem Kommentar „Unser Regisseur steckt schon in den Vorbereitungen für das nächste Jahr“. Sofort meldeten sich zwei diesjährige Mitwirkende mit den Kommentaren: „Bis dahin hast du hoffentlich die Schauspieler für das letzte Jahr bezahlt“ und „Vielleicht geht sich noch ein Antwortmail aus“.

Aufruhr auf Facebook wirkte

Was war passiert? Nur wenige Schauspieler haben die vereinbarte Gage erhalten, für viele andere gab es bis vor kurzem gar kein Geld und die Geschäftsführung war weder telefonisch noch per Mail erreichbar. Der Aufruhr auf den Facebook-Eintrag bewirkte, dass sich diese Mitarbeiter vor wenigen Tagen über eine geringe Anzahlung „freuen“ durften.

Die Betroffenen befürchten, dass die GmbH in Konkurs gehen könnte und es für sie als Gläubiger dann gar nichts mehr zu holen gäbe. Die Geschäftsführung beschwichtigt: „Als Start-Up Unternehmen läuft hinter den Kulissen natürlich nicht immer alles reibungslos. Die Abschlussarbeiten laufen auf Hochtouren“.

Ausführliche Kommentare und Statements der Betroffenen lest ihr kommenden Mittwoch in der Gänserndorfer NÖN.