Auftakt des Festreigens mit "der musikalischen Elite des Bezirks"

Aktualisiert am 26. Juni 2022 | 10:24
Lesezeit: 5 Min
Das symphonische Blasorchester der BAG Gänserndorf gab gestern ihr Premierenkonzert in der Stadthalle und stimmte damit auf das Festwochenende zu 100 Jahre Niederösterreich ein.
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Das Auftaktkonzert des Gänserndorfer Bezirksfestes am Freitagabend in der Stadthalle war gleichzeitig eine Premiere: Das symphonische Blasorchester der BAG Gänserdorf trat zum ersten Mal in dieser Formation auf. Geleitet wird das Orchester, das den Festreigen zu 100 Jahre Niederösterreich eröffnen durfte von Roland Haas.

Stadtchef René Lobner freute sich, dass die „musikalische Elite des Bezirks Gänserndorf“ in eindrucksvoller Weise die Vielfalt zeigen durfte. Vielfalt versprach das Programm, das einen Streifzug durch die vergangene 100 Jahre – und ein paar mehr – bot, auf jeden Fall: Eröffnet wurde das Konzert gebührend mit der „Festmusik der Stadt Wien“ von Richard Strauss. Schon nach diesem ersten Stück ernteten die 53 Musiker großen Applaus.

Stolzer Augenblick für BAG-Obmann Haberl

Franz Haberl, Obmann der BAG Gänserndorf, ist ebenfalls unter den Bläsern. Für ihn ist es ein „wunderbares Gefühl“, ein symphonisches Blasorchester installiert zu haben. Immerhin gab es die erste Idee dazu bereits 1990. Nachdem sich das OMV Blasorchester 2020 aufgelöst hatte, keimte die Idee wieder auf, „Jugendlichen mit dem Leistungsabzeichen Gold“ die Möglichkeit zu geben, in einem Orchester mitzuwirken. Dankbar ist er, dass der Bürgermeister sofort ein offenes Ohr für das symphonische Blasorchester hatte und, „dass uns die Philharmonie Marchfeld jede Unterstützung zugesagt und alles ermöglicht hat, dass wir uns heute hier präsentieren können“, blickte Haberl stolz auf die Musiker.

Bereits nach dem zweiten Stück, „Dichter und Bauer“ von Franz von Suppé, ertönten Bravo-Rufe aus den Reihen des Publikums. Die „Ungarische Rhapsodie Nr. 2“ begann langsam und ruhig, die Musiker bauten gekonnt immer mehr Spannung auf und beeindruckten damit ihre Zuhörer. Vor der Pause erklang „Dance oft he Jesters“ aus der Feder Peter Iljitsch Tschaikowsky. Kathrin Körber, die Stimme zwischen den Musikstücken, berichtete den Zuhörern über das russische Märchen, das als Grundlage dient: Ein Schneemädchen verliebt sich in einen Mann und schmilzt am Ende, weil es im Frühling von einem Sonnenstrahl getroffen wird.

Romantisch, kämpferisch, anspruchsvoll und herausfordern

Mit einem romantisch und sehr anspruchsvollem Werk, der „Symphonic Overture“ (James Barnes) ging es nach der Pause weiter. Als „ziemliche Herausforderung für so manches Orchester“ kündigte die Moderatorin „El Camino Real“ (Alfred Reed) an. Die Musiker des symphonischen Blasorchesters nahmen die Herausforderung gerne an und beeindruckten mit dem Ergebnis. 

Danach dirigierte Haas seine Musiker zu John Williams „Star Wars Saga“ bevor der Florentiner Marsch (Julius Fucik) den Abend musikalisch ausklingen lassen sollte. Doch das Publikum wollte das Orchester nicht so schnell ziehen lassen, mit viel Applaus und Standing Ovation überzeugten sie Haas, noch einmal zum Taktstock zu greifen. „Sie dürfen stehen bleiben“, sagte er, bevor das Konzert einen zum Thema passenden Ausklang fand, nämlich mit der Niederösterreichischen Landeshymne.

Alle Fotos vom Bezirksfest Gänserndorf am Samstag

Um 14 Uhr ging's am Samstag mit den Feierlichkeiten zu "100 Jahre NÖ" los. Der Wettergott hatte Einsehen - nur wenige Stunden vor der Eröffnung hatte es zu regnen aufgehört. Auf die Gäste warteten Sportvorführungen, eine Flaniermeile, eine Leistungsschau der Einsatzorganisationen und vieles mehr!

Gänserndorf feiert 100 Jahre NÖ

  • Samstag und Sonntag präsentieren sich die 44 Gemeinden des Bezirks in Gänserndorf: Am Samstag zeigen sich entlang der Gänserndorfer Bahnstraße die Vereine mit Infoständen, inklusive Aktivitäten und Acts auf der Bühne, am Regionalbadparkplatz sind sämtliche Blaulichtorganisationen vertreten, die ihr Leistungsangebot zeigen, vom Blackout bis zur Kriminalprävention.
  • Der Sonntag (11 bis 21 Uhr) steht im Zeichen der Regionalkultur und startet mit einem Frühschoppen, der von Blasmusikkapellen des Bezirks begleitet wird. Highlight des Festwochenendes ist der große Umzug (15.30 Uhr), an dem sich die Gemeinden des Bezirks beteiligen – angeführt würd dieser von Landeshauptfrau Johanne Mikl-Leitner und den Bürgermeistern der Umgebung.
  • Zum gesamten Festprogramm geht es hier: 100jahrenoe.at/mein-fest/gaenserndorf

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