Jetzt kommt Topothek in Schönkirchen-Reyersdorf. Anlässlich des Jubiläums der Zusammenlegung von Schönkirchen und Reyersdorf wird Ortsgeschichte digital erlebbar. Und: Uneinigkeiten bei Grundstückspreisen.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 25. Dezember 2020 (06:08)
Weihnachtsfoto nach der letzten Gemeinderatssitzung im Dezember vor dem beleuchteten Christbaum. Trotz unterschiedlicher Ansichten zu manchen Punkten verlief die Zusammenkunft sachorientiert.
Mauritsch

Flott ging die Dezember-Gemeinderatssitzung vonstatten. Die 23 Punkte plus Dringlichkeitsanträge waren in knapp eineinhalb Stunden abgearbeitet. Das anschließende Beisammensein musste aber entfallen. Dafür gab es ein gemeinsames Foto beim Weihnachtsbaum – im Freien.

Mit der Änderung des Flächenwidmungsplanes, der Erlassung des Teilbebauungsplanes im Bereich Wunderberg sowie der Festsetzung der Verkaufspreise für die neuen Bauplätze wurden die Weichen für die Siedlungserweiterung gestellt. Die Mindestbauplatzgröße beträgt 500 Quadratmeter, Vorgaben zu Einfriedung, Garagen und Abstellplätzen wurden festgelegt – einstimmig.

Beim Verkaufspreis war man sich nicht einig. Der geschäftsführende Gemeinderat der Liste Peter, Walter Münzker, regte an, den Käufern noch mehr entgegenkommen. VP-Bürgermeister Alexander Gary entgegnete: „Mehr ist leider nicht möglich. Die Gemeinde erzielt hier keinen Gewinn, es soll ein Nullsummenspiel sein. Wir liegen im Vergleich zu anderen noch sehr gut.“ Der Verkaufspreis von 87 Euro pro Quadratmeter sowie für 44 Euro für anteiliges Grünland wurde mit den Gegenstimmen der Liste Peter beschlossen.

Einig war man sich beim Ankauf einer zusätzlichen Grundstücksfläche im Ausmaß von 7.567 Quadratmeter beim neuen Bauhof. Gary erklärte: „In den Gesprächen mit dem Architekten ergab sich, dass die Gestaltung der Ein- und Ausfahrten damit wesentlich einfacher wären.“ Angekauft wird das Grundstück von geschäftsführendem VP-Gemeinderat Franz Zillinger, der für die Abstimmung den Saal verließ.

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Zusammenlegung der Gemeinden Schönkirchen und Reyersdorf im Jahr 2021 beschloss der Gemeinderat, dem Projekt „Topothek“ beizutreten. Im ersten Schritt sollen in der Online-Archiv-Plattform die Unterlagen der Vereine und Institutionen aufgearbeitet werden. Anschließend möchte man die Bevölkerung einladen, ihre historischen Fotos und Dokumente zur Verfügung zu stellen.

Der geschäftsführende Gemeinderat der Liste Peter, Robert Cvrak, brachte per E-Mail eine dringliche Anfrage ein. Allerdings ohne Unterschrift und der klaren Definition als Antrag. Cvrkal monierte, dass durch die Teststraßen im Feuerwehrhaus das Coronavirus hineingetragen worden sei (es gab zwei positive Testungen, Anm.) und damit die Einsatzbereitschaft der FF gefährdet wurde. Mit den Gegenstimmen der VP-SP-Koalition wurde die Anfrage nicht als Antrag zugelassen. Gary äußerte sich trotzdem: „Wir wurden überall gelobt. Im FF-Haus gibt es die Infrastruktur und stabiles Internet. Außerdem war es der Wunsch der Ärzte, dass die Menschen im Auto warten können. Das wäre anderswo so nicht gegangen.“ Und weiter: „Von euch hat ja keiner mitgemacht.“