Neues Haus für die FF Groß-Schweinbarth. Der Beschluss zum Bau des zweistöckigen Gebäudes fiel einstimmig aus. Kosten betragen 1,4 Mio. Euro.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 25. Dezember 2020 (11:31)
VP-Bürgermeisterin Marianne Rickl führte durch die Gemeinderatssitzung.
privat

Stattliche 23 Tagesordnungspunkte plus zwei Dringlichkeitsanträge umfasste die Agenda der letzten Gemeinderatssitzung im Jahr. Darunter einige wegweisende Entscheidungen für die Entwicklung der Gemeinde in den nächsten Jahren: Neubau des Feuerwehrhauses, Adaptierung des alten Kindergartens zum Gemeindeamt, Hochwasserschutz und neues Siedlungsgebiet sowie die Pflanzung eines Jubiläumswaldes.

Einstimmig fiel der Beschluss zum Bau eines neuen Feuerwehrhauses – und zwar am selben Platz wie das derzeitige. Vorgesehen ist ein zweigeschoßiger Bau mit Werkstätten, Schlauchturm, Kommando und Mannschaftsräume und Fahrzeughalle im Erdgeschoß. Im Obergeschoß sollen Schulungs- und Jugendraum Platz finden.

Die Kostenschätzung beläuft sich auf rund 1,4 Millionen Euro, wobei noch Förderungen schlagend werden. Die Platzgestaltung samt Parkplätzen auch für das neue Gemeindeamt und Ein- und Ausfahrten in die Bahnsteiggasse belaufen sich auf rund 420.000 Euro. Der Einreichplan soll bis März vorliegen. Der Beschluss fiel einstimmig. Während der Bauphase übersiedelt die Feuerwehr in das ehemalige Stix-Sägewerk in der Brunnengasse.

Kindergarten-Umbau nimmt Fahrt auf

Der Umbau des alten Kindergartens zum Gemeindeamt nimmt Fahrt auf. So wurden die diversen Gewerke vergeben, die Arbeiten sollen im ersten Quartal 2021 abgeschlossen werden. Die neue Pellets-Heizungsanlage wird auch das Arzthaus mitversorgen. Eine Rampe im Eingangsbereich wird Menschen mit besonderen Bedürfnissen den Zugang erleichtern. Insgesamt sind rund 300.000 budgetiert, wobei ebenfalls Förderungen in Anspruch genommen werden. SP-Gemeinderätin Sandra Groiss enthielt sich bei der neuen Kostenschätzung sowie der Vergabe von Türen und Geländer der Stimme. Geschäftsführender VP-Gemeinderat Hannes Hautzinger stimmte gegen den Baumeister.

Voraussetzung für die geplante Siedlungserweiterung in der Hörstadt (rechts neben der Auersthaler Straße) sind Hochwasserbecken. Der Grundsatzbeschluss zur Errichtung fiel ebenso einstimmig wie jener zum Abschluss von Optionsverträgen mit den derzeitigen Grundeigentümern. Der Ankaufspreis beträgt 25 Euro/Quadratmeter.

Unweit davon wird anlässlich des 900-Jahre-Jubiläums der Gemeinde im Jahr 2022 ein neuer Wald gesetzt. Das Motto: 900 Jahre – 900 Bäume. Die Kosten dafür samt notwendiger Unterholzbepflanzung übernimmt zur Gänze das Bundesministerium für Landwirtschaft. Der Beschluss fiel mit der Enthaltung von Vizebürgermeister Karl Pfalz.

Im Ergebnishaushalt weist die Gemeinde ein Nettoergebnis von rund 670.000 Euro aus, das Haushaltspotenzial beträgt 707.000 Euro. Der Schuldenstand ist zum Jahresende 2021 mit einem Schuldendienst von 396.00 und Neuaufnahmen mit 2,964 Mio. Euro budgetiert. Die Rücklagen sollen 525.000 Euro betragen. Für anstehende Projekte werden die KIP-Förderungen des Bundes in Anspruch genommen.