Neue Glocken für Kirche genehmigt. Gutachten zeigte Qualitätsmängel an derzeitigem Geläut auf. Zudem wurden Straßenbaumaßnahmen sowie digitale Erfassung von Kanalrohren beschlossen.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 06. Juli 2019 (04:27)
Mauritsch
Martin Eschberger ergriff die Initiative zur Sanierung der Glocken der Pfarrkirche.

Eine wohlklingende Entscheidung traf der Gemeinderat bei der sommerlichen Sitzung: Der Ankauf einer Ersatzglocke für das Kirchengeläut wurde einstimmig genehmigt. Weiters standen Straßenbauprojekte, Kanal- und Wasserleitungssanierungen sowie die Darlehensaufnahme für den Kindergarten auf der Agenda.

Martin Eschberger setzt sich für die Sanierung des Geläutes ein und präsentierte dem Gremium das Konzept. Die Glocken 2 und 3 sind von schlechter Metallqualität, eine weist innere Risse auf, ein volles Geläute ist derzeit nicht möglich. Ein Gutachten empfiehlt den Umbau der Obergewichte zur Reduzierung der Läutegeschwindigkeit, was auch einen Tausch der Klöppel nach sich zieht. Diese Kosten übernimmt die Pfarre. Bei der Begehung kam zutage, dass sogar Platz für eine vierte Glocke wäre, für deren Ankauf spontan Spendenzusagen kamen.

Ernst Friedl verwies auf eine „schiefe“ Optik

Der Ankauf der neuen Glocke 3 soll nun durch eine Haussammlung finanziert werden. Wenn die Entscheidung auch einstimmig fiel, verwies geschäftsführender SP-Gemeinderat Ernst Friedl doch auf eine „schiefe“ Optik: „Die Jugend darf nicht mehr im Pfarrhaus sein, aber bei der Glockenfinanzierung sollen wir mithelfen.“ An Infrastrukturprojekten stehen der Straßenbau am Keltenweg, Nebenanlagen in der Hochstraße, die Sanierung der Florianigasse sowie Kanal- und Wasserleitungsarbeitgen „Am Viehtrift“ sowie in der Mühlgasse am Programm. Ebenso sollen die rund 21 Kilometer Kanalrohre in einem digitalen Kanalkataster erfasst werden.

Für die Zwischenfinanzierung des Neubaus des Kindergartens genehmigte das Gremium die Aufnahme eines Darlehens von 2,4 Millionen Euro. Nach Erhalt der zugesagten Förderung wird die Ausleihung ehestens rückgeführt. Für die Gemeinde verbleiben lediglich die Kosten für Gebühren und Zinsen.