„Bassenatratsch“ auf offener Bühne

Erstellt am 12. September 2022 | 16:25
Lesezeit: 6 Min
Die örtliche Theatergruppe bringt das Stück „Tratsch im Stiegenhaus“ und sorgt damit für große Begeisterung.
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Ja – wenn die Frau Wimmer nicht immer und überall ihre Augen offen hätte, gäbe es wohl keinen „Tratsch im Stiegenhaus“. Mit der turbulenten Komödie um die äußerst neugierige und „wahrheitselastische“ Mitbewohnerin eines Mietshauses feierte die Theatergruppe Schönkirchen-Reyersdorf nach mehr als zwei Jahren pandemiebedingter Pause die Rückkehr auf die Bühne.

Die Handlung: Herr Hofstätter hat seine liebe Not mit den Bewohnern seines Mietshauses. Da finden sich mit dem von der großen Liebe träumenden Martin und der sich als gefinkelte Diplomatin entpuppenden Fräulein Viktoria plötzlich zwei Untermieter, obwohl das der Hausordnung widerspricht. Ein grantelnder Beamter in Pension sucht seine Ruhe und wandelt dann doch auf Freiersfüßen. Die Witwe Frau Lindner liest Viktorias Vater Herrn Schindler die Leviten. Über alle wacht Frau Wimmer. Zu jeder Tages- und Nachtzeit ist sie über die Vorgänge im Haus informiert, tyrannisiert Mieter und Hausbesitzer in boshaft-liebenswerter Manier und macht sich sogar den Kuchen der Frau Lindner zu eigen.

Elisabeth Böckl brilliert als Rosa Wimmer. Regina Felber mimt das schlaue Fräulein Viktoria. Sie findet Aufnahme bei der vermeintlich stillen Witwe Lindner, verkörpert durch Elisabeth Engelmayer. Michael Steinzer gibt den jugendlichen Liebhaber Martin, Ferry Fallnbügl ist sein kaninchenzüchtender Onkel Herrn Binder. Martin Mötz gibt den genervten Hausbesitzer Hofstätter. Walter Engelmayer spielt den zerknirschten Geschäftsmann Herrn Schindler. Margot Gary als Frau Burger ist mit Sohn „Burli“ Tobias Steinzer auf Wohnungssuche. Hilde Mötz zeichnet für die Kostüme verantwortlich und Sonja Fallnbügl hilft als Souffleuse weiter.

Die Freude der Darsteller, wieder auf der Bühne zu stehen, mündete in einer hervorragend gelungenen Premiere, die von den Zusehern mit spontanem Szenen- und ausgiebigem Schlussapplaus gewürdigt wurde. Mit dabei waren auch Dechant Kazimierz Wiesyk, ÖVP-Ortschef Alexander Gary sowie Vizebürgermeister Werner Kurz.

Übrigens: Gespielt wird noch am 16. und 17. September (jeweils um 19 Uhr) sowie am 18. September um 17 U

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